Kämpfe nicht an falscher Front

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.  1. Timotheus 6, 12

Im Leben gibt es viele Kämpfe zu kämpfen. Aber nicht jeder Kampf ist es wert, gekämpft zu werden. Es kostet nur wertvolle Zeit. Es gibt viele Fronten, an denen man kämpfen könnte. Es gibt Menschen, die ganz bewusst Diskussionen vom Zaun brechen, nur um dich zu beschäftigen. Aber es ist immer noch deine Entscheidung, auf welchen Kampf du dich einlässt und wie viel Zeit du in diese Fronten investieren willst. Man muss nicht immer Recht haben wollen. Man muss nicht immer noch seine Meinung unterbringen, bevor man dann den Fall zu den Akten legt. Verschwende keine Zeit mit negativen Dingen, die nichts bringen und für deine Zukunft eigentlich auch keine wirkliche Bedeutung haben. Konzentriere dich auf das, was in deinem Herzen brennt, plane deine Zukunft, schaue auf die Vision deines Lebens und du wirst ein viel schöneres Leben haben. Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben als Recht zu haben oder anderen Menschen noch mal die Meinung zu sagen.

Wenn du meinst, ein Kämpfer sein zu müssen auf Schlachtfeldern, die dich gar nicht wirklich betreffen, dann wirst du immer schwächer werden, immer entmutigter und vor allem hast du dann keine Kraft mehr übrig, dich mit der Hauptsache zu beschäftigen. Wenn Paulus schreibt, er habe einen guten Kampf gekämpft, setzt das voraus, dass er seinen Gegner kannte und wusste, was seine Ziele waren. Er schreibt nicht umsonst: Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Eph. 6, 12.

Das Ziel steht in Gefahr: Konnte der Feind nicht verhindern, dass wir unser Leben bewusst in die Hände Gott gelegt haben, versucht er uns zu hindern, das Ziel zu erreichen. Ein guter Start ist noch keine Garantie dafür, dass wir auch das Ziel erreichen werden. Paulus kannte die Gefahren, das Ziel aus den Augen zu verlieren. Er warnt die Gläubigen in Korinth: Ich will, dass ihr euch klarmacht, Brüder und Schwestern, wie es unseren Vorfahren nach dem Auszug aus Ägypten ergangen ist. Sie waren alle unter der Wolke und gingen alle durch das Meer. Sie alle wurden durch die Wolke und das Wasser des Meeres auf Mose getauft. Alle aßen auch dieselbe geistliche Speise und tranken denselben geistlichen Trank. Sie tranken ja aus dem geistlichen Felsen, der mit ihnen ging, und dieser Felsen war Christus. Trotzdem verwarf Gott die meisten von ihnen und ließ sie in der Wüste sterben. Alle diese Ereignisse sind uns als warnendes Beispiel gegeben. 1. Kor. 10, 1-6.

Kaum hatten sie die Sklaverei in Ägypten verlassen, beklagten sie sich bei Mose. Sie wollten wieder umkehren und in Ägypten leben. Hier in der Wüste gab es nur Manna, in Ägypten dagegen hatten sie täglich frisches Gemüse und reichlich Fisch und Fleisch. Sie klagten Gott an, anstatt sich zu freuen, dass er für sie eine Wolke der Herrlichkeit vor ihnen herziehen ließ, um sie an das Ziel zu bringen. Den Sinn ihrer Befreiung hatten sie schlichtweg aus den Augen verloren.

Viele Jahre unterrichtete ich Kinder und vermittelte ihnen Werte, die sie für ihr weiteres Leben gebrauchen konnten. Dabei gab es eine wichtige Frage, die ich ihnen immer wieder stellte: „Was sollte eure allergrößte Sorge sein?“ Sie hatten es gelernt und antworteten: „Das Heil meiner Seele soll meine allergrößte Sorge sein.“ Was hatten sie damit zum Ausdruck gebracht? Ich muss meine Beziehung zu Gott pflegen, wie meinen Augapfel. Geht diese verloren, habe ich zeitlebens an falscher Front gekämpft.