Das sichere Camp heißt Jesus

Bleibt besonnen und wachsam! Denn der Teufel, euer Todfeind, läuft wie ein brüllender Löwe um euch herum. Er wartet nur auf ein Opfer, das er verschlingen kann. 1. Petrus 5, 8

Als wir den Krügerpark in Südafrika besuchten, fanden wir viele Hinweise, dass der Besucher spätestens um 18 Uhr das Camp erreichen müsse, weil es dann wegen der umherstreifenden Löwen geschlossen wird. So hatten wir uns beeilt, rechtzeitig ins Camp zu gelangen. Dort fanden wir Dokumentationen von Menschen, die den Hinweis nicht Ernst genommen hatten. Sie waren in die Zähne von Löwen geraten und sahen schändlich zugerichtet aus. Andere wurden buchstäblich gefressen, so dass nur einige Überreste zu sehen waren.

Der Böse umschleicht die Christen nicht umsonst. Er konnte nicht verhindern, dass sie ihr Leben Gott anvertrauten. Er musste zusehen, wie Gott sie mit seinem Geist erfüllte und neue Menschen aus ihnen machte. Mit Schrecken sieht er den Tag kommen, wo sie mit Christus herrschen und ihm das Urteil sprechen werden. Damit wird seine Zukunft die ewige Verdammnis sein. Während der Böse besonders in der islamischen Welt die Christen durch Verfolgung zu vernichten versucht, kommt er in der westlichen Welt auf die sanfte Art.

Eine christliche Zeitung befasst sich mit den Kirchenbesuchern der letzten Jahre. Danach sind im Zeitraum von 3 Jahren 1,4 Millionen Menschen aus der Kirche ausgetreten, so dass etwa 3,8 Prozent noch einen Gottesdienst besuchen. Wo sind die 96,2 Prozent geblieben – und was werden sie tun? Die Kirche in der westlichen Welt durchlebt gegenwärtig ihre größte Krise. Viele Geistliche sind sich darin einig, dass, wenn nicht in absehbarer Zeit ein Wunder geschieht, die Kirche vor dem Ausverkauf steht. Ein nachchristliches Zeitalter hat bereits begonnen. Dem Feind ist es gelungen, auf listige Art die geistlichen Fundamente zu unterhöhlen, um das Haus zum Einsturz zu bringen. Während wir immer noch von christlichen Werten sprechen, weiß heute niemand mehr, was damit gemeint ist. Eine bekannte Tageszeitung titelt: Nicht Krieg, sondern Verlust der Werte bedroht unsere westliche Welt. In dieser Gesellschaft ist es kalt geworden. Ein gnadenloser Verteilkampf macht sich breit, bei dem hauptsächlich junge Menschen auf der Strecke bleiben. Für diesen Verlust zahlen wir einen hohen Preis. Steigende Kriminalität, zunehmende Gewalt, Zerfall der Familien, Unfähigkeit zu Bindungen und Freundschaft. Der Glaube an sich selbst und an die Machbarkeit aller Dinge hat eine gnadenlose Philosophie ins Leben gerufen. Sie ist die Weiterführung der Evolutionstheorie von Darwin. Das Stärkere besiegt das Schwache, damit wird diese Welt zu einem alles fressenden Fleischwolf.

Petrus hat diese Entwicklung vorausgesehen, als er schrieb: Bleibt besonnen und wachsam! Denn der Teufel, euer Todfeind, läuft wie ein brüllender Löwe um euch herum. Er wartet nur auf ein Opfer, das er verschlingen kann. Wir sind dann wachsam, wenn wir mit wachen Augen leben. Niemand kann die Entwicklung unserer Gesellschaft stoppen. Alles folgt dem Gesetz von Saat und Ernte. Was wir aber tun können ist, uns in das sichere Camp begeben, wo der brüllende Löwe keinen Zugang hat. Jesus sagt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen. Joh. 15, 5-6.