Die Hoffnung der Gläubigen

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Johannes 14, 1-3

Im Griechischen bedeutet Advent „epiphaneia“ und weist auf den Besuch eines Königs hin. Dann versammelte sich das Volk an den Straßen, um ihm einen würdigen Empfang zu bereiten und alle jubelten „epiphaneia“ – Advent. Auch heute eilt das Volk an die Straßen, wenn ein Staatsoberhaupt in ihre Stadt zu Besuch kommt und wedelt mit kleinen Fähnchen, um ihn so willkommen zu heißen. Auch das ist „epiphaneia“.

In diesen Tagen singen Kinder vor brennenden Kerzen: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“ – und alle freuen sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest und die vielen Geschenke. Offenbar ist das alles, was vom eigentlichen Sinn übriggeblieben ist.

Wer denkt noch daran, dass Jesus, der König, wiederkommen wird, wie er gesagt hat, und wir bereit sein sollten, ihn zu empfangen?

Jesus ist auch ein Bräutigam und hat eine Braut, die er heimholen möchte. Er ist nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt zu Gott zurückgegangen, um ihr eine Stätte zu bereiten. Deshalb sagt er: Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.

Im Grunde genommen tut er dasselbe, was ein Bräutigam vor der Hochzeit tut. Er sucht eine Wohnung und richtet sie ein, damit er mit seiner zukünftigen Frau gemütlich wohnen kann. Mittlerweile hatte Jesus über zweitausend Jahre Zeit, sein Vorhaben auszuführen und der Tag könnte unmittelbar bevorstehen, wo er seine Vorbereitungen abgeschlossen hat und erscheinen wird.

Dann wird der Jubel unbeschreiblich sein, wenn es heißt: Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. Offb. 19, 7-9

Paulus lebte mit dieser Hoffnung und erinnert an diesen Augenblick, wenn er schreibt: Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herab kommen vom Himmel und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander. 1. Thess. 4, 16-18.

Nach der Meinung der meisten Politiker, stehen wir global und politisch vor großen Ereignissen. Spürst du das auch? – Der König kommt, bist du bereit?