Ziele verändern unsere Sprache

Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz. Matthäus 12, 35

Als Abraham im hohen Alter die Verheißung bekam, Vater zu werden, änderte er seinen Namen. Gott sagte ihm: Du sollst nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham –  Vater vieler Völker. 1. Mos. 17, 4. Abraham nahm das an, obwohl er noch eine lange Zeit warten musste.
An dieser Stelle wünsche ich uns etwas Phantasie. Stellen wir uns vor, der immer noch einsame Mann stellte sich seinen Knechten und Mägden mit seinem neuen Namen vor: „Ich heiße fortan Abraham und werde ein Vater vieler Völker sein!“ Ob das Gesinde wohl gestaunt hatte und fragte, wo denn die Nachkommen seien? Abraham wird entgegnet haben: „Die Nachkommen sind da, auch wenn man sie im Moment noch nicht sieht, aber in mir brennt eine Gewissheit, die mir sagt, dass es so geschehen wird. Was Gott zusagt, das wird er auch tun.“ –

Wäre Abraham einer von uns gewesen, hätte er mit Sicherheit geschwiegen. Schließlich kann man nicht Dinge behaupten, die nicht nachweisbar sind. So etwas tut ein Europäer nicht. Das ist unwissenschaftlich und man würde sich nur lächerlich machen. Abraham und Sarah dachten anders, das war der Grund, weshalb sie später ihrem Sohn den Namen Isaak gaben, – Gott hat mir ein Lachen zubereitet. Wer zuletzt lacht, der lacht am besten.

Wer von etwas begeistert ist, redet auch davon. Die Bibel sagt: Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über. So muss es Josua und Kaleb ergangen sein, als sie das verheißene Land betraten. Sie fühlten sich bereits schon Zuhause als sie die fruchttragenden Bäume sahen und über die weiten Felder und grünenden Wälder schauten. Die anderen Zehn schlichen voller Furcht durch die Gegend; sie wollten nur mit heiler Haut davonzukommen. Überall sahen sie Gefahren. Voller Entsetzen schauten sie zu den hohen Mauern der befestigten Städte hinauf und fühlten sich dabei wie Zwerge.

Der Bericht von Josua und Kaleb fiel deshalb auch völlig anders aus als der ihrer Begleiter. Voller Begeisterung bekannte Josua: Wenn der Herr uns gnädig ist, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt. Es ist der Schutz von ihnen gewichen, der Herr aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen. 4. Mos. 14, 8-9.
Lebendiger Glaube hat immer etwas mit unserer Sprache zu tun. Während der Zweifler etwas zerreißt und in Grund und Boden redet, spricht der Gläubige hoffnungsvoll. Er ist ein positiver Mensch, das entspricht ganz dem Evangelium.

Das Evangelium ist die positivste Sache der Welt. Es ist die Botschaft der großen Freude, die allem Volk widerfahren soll. Wenn das doch so wäre. Unsere Kirchen wären die bestbesuchtesten Plätze der Welt. Jeder Mensch möchte sich freuen und von Herzen fröhlich sein. Ich möchte ein Mensch sein wie Paulus, der auf dem sinkenden Schiff eine frohe Botschaft an die verzagte Besatzung hatte: Keiner der Männer wird umkommen, nur das Schiff. Darum, liebe Männer, seid unverzagt; denn ich glaube Gott, es wird also geschehen, wie er gesagt hat.