Entscheidungen treffen

Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem anderen.  1. Mose 13, 11

Bewusst oder unbewusst treffen wir täglich unzählige Entscheidungen und am Ende ist unser Leben die Summe aller Entscheidungen, die wir einmal getroffen haben. Es gibt   schwerwiegende Entscheidungen. Eltern entscheiden z. Bsp. über  ihre Kinder und beeinflussen ihre Zukunft. Vorgesetzte treffen Entscheidungen über ihre Mitarbeiter, der Pastor entscheidet mit seinen Ältesten über die Zukunft der Gemeinde.

Uns soll die Frage beschäftigen, wie wir optimal wichtige Entscheidungen treffen können. Irgendwann kommt jeder mal an einen Punkt, wo seine Entscheidung sogar über seine weitere Zukunft bestimmen kann.

Triff nie eine wichtige Entscheidung, ohne dich vorher richtig informiert zu haben. Jesus gibt dafür ein anschauliches Beispiel: Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er genügend Finanzen habe sein Vorhaben ausführen zu können?  Luk. 14, 28.

Sprich mit Freunden über dein Vorhaben und lass dir raten. Bitte Gott um Weisheit. Er ist der beste Ratgeber und möchte seine Kinder führen. Lass dir genügend Zeit zum Nachdenken. Große Entscheidungen sollte man nie plötzlich oder aus dem Gefühl heraus fällen. Betrifft es deine Beziehungen, dann bezieh deinen Partner mit ein. Er wird mit dir die Folgen deiner Entscheidung tragen müssen. Ist er nicht bereit dazu, wird deine Entscheidung Spannungen verursachen und dich unter Umständen einsam machen.

Triff nie eine geistliche Entscheidung nach materiellen Gesichtspunkten.

Als Abraham seinen Neffen Lot zur Entscheidung drängte, seine Zukunft selbst zu gestalten, war diesem der materielle Aspekt wichtiger, als die Bruderschaft. Er wählte die Gegend um Sodom, nur weil die Weideplätze für seine Herden dort besser waren. Sein Einfluss blieb so gering, dass nicht einmal seine zukünftigen Schwiegersöhne ihm glauben wollten, als er vom Untergang der Stadt sprach. Über Nacht musste er die Stadt verlassen, wurde zum Flüchtling und zum Schluss verlor er dazu noch seine Frau. 1. Mos. 19, 15-26.

Viele Berufene leben nicht in ihrer Berufung, weil sie ihren Ruf von der Finanzierung abhängig gemacht haben. Sicher sind Finanzen wichtig, aber oftmals ist die finanzielle Decke in den Gemeinden so dünn, dass gekrampft werden muß oder man sich keinen Hirten leisten kann. Besser ist es ehrenamtlich zu beginnen, aber dafür gesalbt, als sich von Menschen bezahlen zu lassen, die selber nicht genug haben.

Vielen war ihr Ruf so wertvoll und heilig, dass sie bereit waren, dafür alles hinzugeben und begannen, ehrenamtlich zu arbeiten. So waren sie unabhängig und ihr Wort bekam Gewicht. In der Regel begannen solche Arbeiten gesünder zu wachsen und der Zeitpunkt kam, dass sie vollzeitig angestellt werden konnten.

Wer für Gottes Reich Entscheidungen trifft, beginnt Geschichte zu schreiben. Er begibt sich in ein Abenteuer mit Gott, weil er seine Sicherheiten aufgibt und nichts mehr im Griff hat. Damit fordert er sogar die Engel heraus. Diese lagern sich um ihn her und helfen, den begonnenen Weg zu Ende zu gehen. Viele aber schieben unbequeme Entscheidungen hinaus in der Hoffnung, dass alles schon gut werden wird. Dabei werden günstige Gelegenheiten verpasst und der Zufall entscheidet für sie.