Frauen, Mütter, Heldinnen

Lieblich und schön sein ist nichts; eine Frau, die den Herrn fürchtet, soll man loben. Sprüche 31,30

Wer aufmerksam die Bibel liest, muss feststellen, dass sie der Frau einen hohen Stellenwert einräumt, was unter allen Religionen der Welt einmalig ist.

Ein Volk, das keine Mütter hat, geht zugrunde. Das können wir bei den Termiten beobachten. Die Bauten dieser winzigen Tiere sind hart wie Beton und ihre Türme ragen oft meterhoch in den Himmel. Das Herz dieser Tiere aber ist ihre Königin, sie sorgt unablässig für Nachwuchs. Wird sie vernichtet, bleibt der Nachwuchs aus und der Riesenbau muss zerfallen. Satans Ziel ist es, ganze Völker zu zerstören. Das erreicht er, indem er ihnen ihre Mütter raubt.

Die Frau in Indien steht schon am Tag ihrer Geburt ganz unten. Sie wird  als Belastung empfunden. Jedes Jahr werden Tausende Babys von ihren eigenen Müttern umgebracht, nur weil sie Mädchen sind. In China ist es keineswegs anders. Da nur ein Kind erlaubt ist, muss es ein Junge sein, ein Mädchen wird abgetrieben. In der moslemischen Welt betrachtet der Mann seine Frau als persönliches Eigentum und entsprechend wird sie behandelt. Ihren Märtyrern werden als Lustobjekte dreißig Jungfrauen versprochen.

In Europa beginnt man schon in der Schule die heranwachsenden Frauen auf sexuelle Erfahrungen vorzubereiten. Die Medien sorgen dann dafür, dass sie zum Objekt der Begierde für hemmungslose Männer werden. Werden sie in der Ehe gedemütigt oder missbraucht, versagen sie später manchmal als Mütter oder müssen ihre Kinder einer Kindergartenerziehung überlassen.

Das jüdische Volk verdankt sein Überleben in der Diaspora seinen Müttern. Diese haben dafür gesorgt, dass ihre Kinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen konnten. Jochebed, die Mutter Moses, legte ein sicheres Fundament von Gottvertrauen ins Herz ihres Sohnes. So konnte er später der größte Heerführer aller Zeiten werden. 2. Mos. 2, 1-10. Hanna, die Mutter Samuels, schenkte ihren von Gott erbeten Sohn dem Herrn zurück und gab damit ihrem Volk einen der besten Staatsmänner und Propheten der Geschichte. 1. Sam. 1, 1-28.  Debora war ein Staatsoberhaupt in Israel und gewann eine Schlacht. Sie wird sogar „Mutter in Israel“ genannt: Richter 5, 7. Esther wurde Königin in einem heidnischen Land. Ahasveros, ihr Mann, herrschte bis an die Grenzen Indiens. Sie rettete durch ihren selbstlosen Einsatz ihrem Volk das Leben mit den Worten: Komme ich um, dann komme ich um. Esther 4, 16. Lydia war die erste Europäerin, die Christin wurde; so begann die Evangelisation Europas mit einer Frau. Apg. 16, 14-15. Lois, die Großmutter, und Eunike, die Mutter Timotheus’, legten das Fundament des Glaubens in sein junges Leben, und später konnte er das Werk, das Paulus begonnen hatte, fortsetzen. 2. Tim. 1, 5. Maria, die Mutter unseres Herrn, war bereit, ihren Leib Gott zur Verfügung zu stellen mit dem Risiko, als Hure bezeichnet zu werden und empfing einen göttlichen Sohn und schenkte mit ihm der Welt einen Retter. Luk. 1, 35-38.

Gott stellt sich uneingeschränkt auf die Seite der Frau. Er gab ihr Gaben und Fähigkeiten, von denen Männer nur träumen können. In ihre Hände hat er die Zukunft von Völkern gelegt, auch wenn Politiker das nicht immer glauben wollen. Audio