Geistliche Waffen neu entdecken

Werdet voll Geistes, indem ihr untereinander in Psalmen redet, Lobgesänge und geistliche Liedern singt und dem Herrn jubelt in euren Herzen. Epheser 5, 18-19

Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seir, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen. 2. Chronik 20, 22.

Als König Saul von einem bösen Geist gequält wurde, spielte David auf der Harfe und der Geist wich von Saul. 1. Sam. 16, 23. König Josaphat benutzte ebenfalls den Gesang, als er gegen seine Feinde zu kämpfen hatte.

Musik und Gesang dürfen mehr sein als Unterhaltung. Obige Texte machen deutlich, dass es sich hier um wirksame „Waffen“ handelt, die gegen den Feind eingesetzt wurden.

In den letzten 30 Jahren hatte sich in kurzer Zeit weltweit der Gesang in den Gemeinden geändert. Statt weiterhin lange Choräle zu singen, wurden kurze Texte aus der Bibel verwendet. Texte, die den Glauben stärkten und ermutigten, den geistlichen Kampf siegreich zu kämpfen. Texte, die den Heiligen Geist einluden, damit er Menschen erfüllen konnte. Texte, die motivierten, die Gute Nachricht weiterzusagen.

Diese neue Art des Singens wurde als „geistliche Waffe“ gebraucht und in unzähligen Kirchen und Gemeinden begann ein neuer Wind zu wehen. Gottes Volk erlebte charismatische Gottesdienste und die Gemeinden begannen fast sprunghaft zu wachsen. Diese Gottesdienste waren inspirierend und wirkten anziehend, weil dem Heiligen Geist die Herrschaft übergeben wurde. Es war eine Freude, Nachbarn und Freunde dazu einzuladen.

Menschen kamen unter die Salbung und redeten prophetisch. Andere wurden von finsteren Mächten befreit oder sie wurden geheilt. Verlorenen wurden die Augen geöffnet und sie nahmen Jesus als ihren Retter an. Selbst konservative Pfarrer wurden ergriffen und führten charismatische Gottesdienste ein. In verkrustete kirchliche Landschaften zog neues Leben ein und alte Gemäuer füllten sich mit suchenden Menschen.

Diese Zeit liegt bereits viele Jahre zurück. Zwar wird immer noch gesungen, aber warten wir noch auf den Heiligen Geist, dass er die Herrschaft bekomme? Hat sich der Lobpreis verändert? Werden die Texte noch der Bibel entnommen oder sind sie zu stumpfen Waffen geworden? Gibt es noch Aufrufe, sich dem Heiligen Geist zu öffnen und mit Gottes Eingreifen zu rechnen? Werden Mühselige oder Kranke noch nach vorne gerufen, um sie zu segnen und für sie zu beten? In vielen Gottesdiensten ist es still geworden.

Es ist an der Zeit, dass wir uns neu auf unsere „Waffen“ besinnen. Gottesdienste sollten nicht nach Programmen ablaufen, sondern geistlichen Bedürfnissen gerecht werden. Jeder Mensch hat ein Recht auf gesunde Spiritualität. Führen wir ihn deshalb in die Gegenwart Gottes, wie Mose es tat. Ermöglichen wir ihm eine Berührung mit dem Heiligen Geist, er wird es uns danken und gerne wieder kommen.