Euer Ja sei ein Ja

Meine Brüder! Vor allem lasst das Schwören, wenn ihr etwas versprecht. Schwört weder beim Himmel noch bei der Erde, noch bei sonst etwas. Sagt einfach Ja, wenn ihr Ja meint, und Nein, wenn ihr Nein sagen wollt. Sonst verfallt ihr Gottes Gericht. Jakobus 5, 12

Jakobus wiederholt hier Worte, die Jesus in seiner Bergpredigt bereits gesagt hatte. Matth. 5, 33-37. In diesem Kapitel befasst er sich mit der Kraft unserer Worte und fügt hinzu, dass Worte mehr bewirken als wir zugeben möchten. Die Zunge entzündet den ganzen Kreislauf unseres Lebens und versetzt ihn in einen nicht mehr zu kontrollierenden Feuerbrand, wenn sie von der Hölle entzündet ist, sagt er. Kap. 3, 6. Wir verdanken alles Glück und Unglück auf der Welt der Zunge. Mit ihr werden ahnungslose Menschen zu Feinden gemacht und andere gegen sie aufgehetzt oder unterdrückt. Mit derselben Zunge werden Treue und Liebe gelobt und glückliche Ehen und Familien gegründet. Ob wir das immer bedenken, wenn wir reden?

An seinen Worten kann der Charakter eines Menschen erkannt werden. Ein gefestigter Charakter steht zu seinem Wort. Was er versprochen hat, will er halten. Auf ihn ist Verlass; mit ihm kann man rechnen. Sein Ja ist ein Ja! Wer anders spricht als er denkt, den nennt Gott einen Heuchler. Ein Heuchler ist einer, der andere mit Worten zu täuschen versteht und sie für eigene Vorteile missbraucht. Das sieht Gott und ein schreckliches Gericht wartet auf ihn.
Niemand hat das Recht, seine Mitmenschen zu täuschen oder zu missbrauchen.

Wenn Wort und Charakter übereinstimmen, bekommen gesprochene Worte Gewicht. Man muss hinhören, was gesagt wird und handeln. Wenn Jesus seinen Jüngern Vollmacht über böse Mächte gibt, dann zeigt diese Vollmacht nur dann Wirkung, wenn der eigene Charakter gefestigt ist. Dann meinen wir es nicht nur so, sondern wir stehen mit unserem ganzen Leben hinter dem, was in die Welt der Finsternis hineinsprechen wird. Die Dämonen haben keine andere Wahl als zu gehorchen. Für Zweifel gibt es keinen Raum.

Worte, die wir sprechen zeigen an, dass wir uns geöffnet haben. Selten aber bedenken wir, dass diese Öffnung vor der unsichtbaren Welt geschieht. Je nach Qualität der Worte, werden Mächte aktiv. Mit entsprechenden Worten kann ich gute Mächte rufen und mich umgeben die Engel Gottes und meine Worte bewirken Gutes, weil diese mir dienen wollen. Ich kann ebenso negative Mächte rufen dann umgeben mich böse Geister und es geschieht Böses, weil diese ebenfalls aktiv werden. Ob wir das immer bedenken, wenn wir reden?

Eltern erziehen ihre Kinder mit Worten. Auch hier gilt das gleiche Gesetz. Eltern umgeben ihre Kinder mit guten oder bösen Mächten, das hängt ganz von der Qualität ihrer Worte ab. Eltern sollten immer bedenken dass Kinder nur dann Gehorsam lernen können und richtig geführt werden, wenn ihre Worte so gemeint sind, wie sie gesprochen werden. Gott kann nur dann bei der Erziehung helfen, wenn der eigene Charakter gefestigt ist und wir voll hinter dem stehen, was wir sagen. Wenn ein Ja ein Ja bleibt und ein Nein ein Nein. – Ein Feuerbrand aus der Hölle richtet Schaden an sagt Jakobus. Ich bin sicher dass viele Krankheiten und manches Unglück hier ihren Ursprung haben. Wenn wir mehr auf unsere Worte achten würden, könnte unser seelischer Kreislauf und das allgemeine Wohlbefinden viel gesünder und harmonischer sein.