Leben in der Familie

Setzt alles daran, dass die Einheit – wie sie der Heilige Geist schenkt – nicht durch Unfrieden zerstört wird. Epheser 4, 3

Der verirrte Mensch darf nach Hause kommen und nun zur Familie Gottes gehören. Diese Familie aber besteht aus Kindern, die sehr unterschiedlich sind. Einige haben Gemeinschaft nie erlebt und müssen es lernen, miteinander zu kommunizieren und sich einzuordnen. Andere sind empfindlich und nachtragend. Wieder andere sind robust und eckig und sind nur schwer zu verkraften. In einer Familie kann man seine Brüder und Schwestern nicht aussuchen, deshalb muß jeder es lernen, mit allen gut auszukommen.

Es gibt einfache Regeln für harmonisches Familienleben: Halte dein Leben rein von Verschmutzung. Wer Böses tut, gibt dem Bösen Anteil an seinem Leben und trennt sich selbst von der Gemeinschaft. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 1. Joh. 3, 8.

Habe gleiche Liebe zu allen. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person; das sollte auch unser Wahlspruch sein. Wer seine Beziehungen nach Sympathie aufbaut, selektiert und setzt andere zurück. Wir wissen aber, dass wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, der bleibt im Tode. 1. Joh. 3, 14.

Setze deine Erwartungen nicht zu hoch. Du selbst bist ein begnadeter Sünder und bist jetzt von Menschen umgeben, die ebenfalls noch Fehler haben. Erwarte deshalb keine vollkommenen Menschen. Praktiziere Mitleid. Helfen ist besser als enttäuscht reagieren. Wenn einer von euch vom richtigen Weg abkommt, dann sollt ihr, die von Gottes Geist geleitet werdet, ihn liebevoll wieder zurechtbringen. Gal. 6, 1.

Besuche die Gottesdienste mit dem Wunsch, andere glücklich zu machen. Liebe zeigt sich nicht in Worten, sondern in guten Taten. Biete deine Hilfe den Mühseligen an und tröste sie. Gottes Wort sagt: Helft anderen Christen, die in Not geraten sind, und seid gastfreundlich. Röm. 12, 13.

Sei ein demütiger Mensch und halte dich nicht für wichtig. Vor Gott ist niemand eine wichtige Person. Deshalb sagt die Schrift: Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Geringen. Haltet euch nicht selbst für klug. Röm. 12, 16.

Vergib gerne. Gemeinschaft ist Chance und Risiko zugleich. Je enger wir zusammenrücken, desto intensiver werden die Berührungen. Man lernt auch seine Schwächen kennen, und diese können zu Reibungsflächen werden. Deshalb ist Vergebung ein wirksamer Schutz. Seid aber miteinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christus. Eph. 4, 32.

Halte dich von Gesprächen fern, in denen Personen angegriffen werden, die abwesend sind. Jeder sollte das Recht haben, sich verteidigen zu dürfen. Wer hinter dem Rücken redet, begeht Rufmord. Jeder, der seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder. Und das wisst ihr: Ein Mörder hat das ewige Leben nicht. 1. Joh. 3, 15.