Eine offene Tür

Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tür, und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet. Offenbarung 3, 8

Ich habe viele Gemeinden weltweit kennen gelernt. Keine habe ich gefunden, die sich den Namen Laodizea oder Ephesus oder andere Namen aus der Offenbarung gegeben hätte, aber viele, die den  Namen Philadelphia  tragen.  Sicher hat das einen Grund. Dieser Gemeinde spricht der Herr keinen Tadel aus, hingegen lobt er ihre Treue zum Wort Gottes, aber auch, dass sich die Gläubigen schwach und überfordert fühlten und dennoch bereit waren, Gott zu dienen. Du hast eine kleine Kraft, sagt der Herr. Und dann die herrlichen Zusagen: Ich habe die Schlüssel Davids und schließe auf und niemand kann mich hindern. Ich habe vor dir eine offene Tür gegeben und niemand kann sie zuschließen. Wer hört das nicht gerne.

Weltweit ist das Evangelium auf dem Vormarsch. Zu keiner Zeit gab es so viele Missionare wie gegenwärtig. Nie zuvor hatten wir so gute Werkzeuge, um die Gute Nachricht weltweit zu verbreiten. Es scheint sich in Windeseile das Wort zu erfüllen, das Jesus über seine Wiederkunft gesagt hat: Und es wird das Evangelium gepredigt werden in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen. Matth. 24, 14.

Offene Türen gibt es in Russland, Indien, China, Afrika, Südamerika und an vielen anderen Orten. Täglich finden Tausende den Weg zu Gott und beginnen ein neues Leben. Ehen werden geheilt und Süchtige von Drogen und Alkohol befreit. Die von bösen Mächten Geplagten lernen wieder Lachen und neue Gemeinden wachsen wie Pilze aus dem Boden.

Offene Türen sprechen für gebahnte Wege und für ungeahnte Möglichkeiten. Offenbar denkt Gott heute noch so. Danach darf jede Gemeinde erfolgreich und einflussreich, eine Gemeinde mit Ausstrahlung und Anziehungskraft, sein. Leider ist das nicht immer der Fall. Ob das Gründe hat?

Eine offene Tür zu den Menschen, unter denen wir leben? Gott sagt „Ja“ zu Europa. Er kennt die vielschichtigen Probleme der Menschen und will ihnen helfen. Der Weg zu ihnen muß jedoch ein Weg der Liebe sein. Kein Herz öffnet sich, wenn es sich fürchten muss oder es an Vertrauen ermangelt. Deshalb hat Jesus der Liebe den höchsten Stellenwert gegeben. Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt.  Joh. 13, 34-35

Wir brauchen Gläubige in unseren Gemeinden mit einem hohen Liebespotential. Allein Liebe macht wehrlos. Wer geliebt wird, schenkt Vertrauen, wer vertraut, beginnt das anzunehmen, was gesagt wird. Das ist überall auf der Welt gleich und wenn wir hören das Evangelium sei auf dem Vormarsch, dann kann es sich nur um eine Invasion der Liebe handeln, ausgelöst von Menschen, die sich der Liebe Gottes verpflichtet wissen. Das Wissen über Gottes Wort ist gut und wichtig, aber lieben zu können ist noch wichtiger. Für Liebe gibt es keinen Ersatz.