Rückendeckung von Gott

Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie. Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie und kam zwischen das Heer Israels. Und dort war die Wolke finster, und hier erleuchtete sie die Nacht, und so konnten die Heere die ganze Nacht einander nicht nähern. Und die Kinder Israel gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen. 2. Mose 14, 19-22

Die Heere Pharaos waren fest entschlossen, die entflohenen Juden wieder in die Sklaverei nach Ägypten zurückzuholen. Die Wolkensäule verhinderte es, indem Gott ihnen den Rücken deckte und sie schützte.

Wir entdecken hier eine großartige Wahrheit, die auch heute noch Gültigkeit besitzt. Gott schützt seine Kinder vor Angriffen aus dem Hinterhalt, indem er ihnen den Rücken deckt. Das hat Paulus gemeint, wenn er schreibt: Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hier, der
gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.
Röm. 8, 31+33-34. Wenn Gott uns Rückendeckung gibt, erwartet er, dass auch wir dasselbe tun.

Konnte der Böse nicht verhindern, dass wir der Gewalt Satans entronnen sind, versucht er es mit Angriffen aus dem Hinterhalt. Er versucht es sogar mit Verrat aus den eigenen Reihen. Jesus wurde von einem seiner engsten Mitarbeiter, Judas, aus dem Hinterhalt verraten, seinen Peinigern ausgeliefert und zum Tode verurteilt.

Aus dem Hinterhalt schießt der Böse seine Pfeile besonders auf die Pastoren und Mitarbeiter. Kann er diese ausschalten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Herde zerstreut hat. Mit Sicherheit ist es nicht einfacher geworden, heute Pastor zu sein. Es gibt wenige, die sich gerne führen lassen und noch wenigere, die man korrigieren darf. Aber genau das ist ihre Aufgabe. Sie sollen Hirten sein und mithelfen, dass jeder das Ziel erreicht. So bleibt es nicht aus, dass sie Ermahnungen aussprechen müssen und Dinge beim Namen nennen, die man nicht gerne hört, und schon werden Maßnahmen ergriffen. Man kümmert sich um ihr Privatleben oder kritisiert ihre Frau und Kinder, um ihren Dienst zu schwächen oder gar unmöglich zu machen.

Kein Wunder, wenn viele Gemeinden heute keinen Hirten mehr haben. Trotzdem schützt Gott sie: Siehe, wenn man kämpft, dann kommt es nicht von mir; wer gegen dich streitet, wird im Kampf gegen dich fallen. Keiner Waffe, die gegen dich bereitet wird, soll es gelingen, und jede Zunge, die sich gegen dich erhebt, sollst du im Gericht schuldig sprechen. Das ist das Erbe der Knechte des Herrn, und ihre Gerechtigkeit kommt von mir, spricht der Herr. Jes. 54, 15+17. Sorge dafür, dass dein Bruder oder deine Schwester geschützt wird, indem keine Anklage ohne zwei oder drei Zeugen angenommen wird.

Eines Tages kommt ein Mann zum Weisen: „Herr, ich habe dir etwas sehr Wichtiges zu berichten“, sagte er aufgeregt. Darauf der Weise: „Hast du es persönlich gesehen?“ „Nein mein Herr, es wurde mir erzählt.“ Darauf der Weise: „Ist es denn wenigstens eine gute Nachricht?“ „Nein, mein Herr.“ Darauf der Weise: „Ist die Nachricht denn wahr?“ „Herr, ich hatte keine Zeit, sie zu prüfen,“ darauf der Weise: „Dann behalte sie für dich, ich habe kein Interesse sie hören zu wollen.“