Ein neues Kapitel beginnt

Die kamen nun mit den Ältesten zusammen und hielten erneut einen Rat. Sie gaben den Soldaten reichlich Geld mit der Anweisung: Sagt, seine Jünger kamen des Nachts und haben ihn gestohlen, während wir schliefen! Und wenn es der Statthalter erfährt, wollen wir ihn schon beschwichtigen und dafür sorgen, dass euch nichts geschieht. Sie nahmen das Geld und taten, wie man sie angewiesen hatte. Matthäus 28, 11-15

Die Botschaft, dass Jesus auferstanden ist, hätte logischerweise den Beweis erbracht, dass man einen Unschuldigen gekreuzigt hatte und alles, was er über sich gesagt hatte, die Wahrheit war. Anstatt sich nun an die eigene Brust zu schlagen und sich vor Gott zu entschuldigen, unternahm man alles, um diese Botschaft zu verschweigen. Man entwendete Geld aus dem Gotteskasten und gab es den Soldaten, damit sie die Lüge verbreiteten, die Jünger hätten den Leichnam Jesu gestohlen. Damit hatten auch diese sich selbst um eine Gnade betrogen, die Gott ihnen zuteil werden ließ.

Sie durften Zeugen seiner Auferstehung sein, denn der Engel sprach zu ihnen: Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Matth. 28, 6. Mit der Annahme des Geldes hatten sie sich entschlossen, mit einer Lüge weiterleben zu wollen, anstatt sich mit der Botschaft des Engels zu beschäftigen.

Ganz anders war es bei Maria Magdalena. Schon sehr früh kam sie zum Grab, um Jesus die letzte Ehre zu erweisen. Sie wollte seinen Leichnam salben. Dabei schaute sie in das leere Grab und weinte über den Verlust ihres geliebten Herrn. Warum? Jesus hatte sie aus der Gewalt Satans befreit und ihr ein neues Leben geschenkt. Dass sie seinen Leichnam nicht fand, war für sie unfassbar. Da erschien ihr der Auferstandene und schon wich die Trauer aus der Seele. Sofort ging sie zu seinen Jüngern, erfüllt von Freude und Hoffnung, mit der Botschaft: Jesus lebt und ist mir erschienen! Damit geht die Geschichte weiter. Was vor den Augen der Menschen als unmöglich erschien, machte Gott möglich. Der Totgeglaubte lebt und erweist sich weltweit als Retter und Helfer. Es ist einmalig, dass ein Religionsstifter für seine Idee sein Leben lässt und wieder aufersteht.

Gott hat mit der Auferstehung Jesu ein neues Kapitel für die Menschheit aufgeschlagen. Niemand muss mehr nach Jerusalem pilgern, wenn er von Gott Hilfe haben möchte. Jetzt ist Jesus durch seinen Geist allgegenwärtig und lässt sich von jedem finden, wenn er ihn im Gebet von ganzem Herzen sucht. Das ist nur die eine Seite der Wahrheit. Ist Jesus auferstanden, dann ist der Friedhof auch für uns nicht das Ende unseres Daseins. Haben wir uns mit Gott versöhnen lassen, werden auch wir auferstehen und für immer bei ihm sein. Mit einer solchen Hoffnung kann man gut mitten in einer hoffnungslosen Welt leben.

Aufgepasst! Der Teufel hasst diese Botschaft wie keine andere. Er hat veranlasst, dass man aus dieser Botschaft ein Osterfest entstehen ließ. So gibt es an Stelle eines leeren Grabes eierlegende Osterhasen. Andere haben den Auferstandenen in Hostien hinein interpretiert, um über ihn nach Belieben verfügen zu können. Wieder andere benutzen das Fest für Friedensdemonstrationen, obwohl sie keinen Frieden haben. Wie auch immer: Ohne Jesus findet kein Mensch den Frieden, nach dem er sich sehnt.