Dankbarkeit – Ein Schlüssel

Saget Dank allezeit für alles Gott, dem Vater, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus. Epheser 5, 20

Wer die Bibel kennt, weiß, dass Danken ein Thema ist, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Schrift zieht. Fast alle Psalmen sind Danklieder auf die Treue Gottes, wobei im 148. Psalm der Dichter sogar die ganze Schöpfung mit einbezieht. Sonne, Mond und Sterne sollen ihn loben. Selbst Feuer, Schnee, Hagel oder Nebel machen dabei keine Ausnahme.

Es fällt auf, dass es immer weniger Menschen gibt, die dankbar sind. Viele plagt das Mangeldenken. Sie haben das Gefühl, auf der Schattenseite des Lebens stehen zu müssen.

Ich werde an die Kinder Israel erinnert, die Gott aus der Sklaverei befreit hatte und die nun auf dem Weg in eine bessere Zukunft waren. Der Herr versorgte sie täglich und schützte sie mit mächtiger Hand. – und trotzdem die
Klage: Es geht uns schlecht. 4. Mos. 11, 1. Darauf die prompte Antwort. Ein Lagerbrand brach aus und verzehrte vielen ihr gesamtes Hab und Gut. Menschen, die immer wieder klagen, machen sich das Leben unnötig schwer. Trotz allem Gejammer ändern sie aber nichts an ihrer Situation; im Gegenteil, sie verschlimmern sie nur noch mehr und lassen kleine Hügel zu hohen Bergen werden und das Husten einer Maus machen  sie zum Brüllen eines Löwen und beginnen zu fliehen. Ihr ständiges Klagen ruft böse Geister, die sie bis in ihre Träume verfolgen und sie quälen. Davor möchte Gott uns bewahren, deshalb werden wir aufgerufen, Gott allezeit für alles zu danken.

Wir haben allen Grund, dankbar zu sein, weil wir unser Leben vom Ziel her betrachten können. Wir wissen, dass das Schönste auf uns wartet – ein Ort, wo Gott alle Tränen trocknen wird und wo es keine Fragen mehr gibt. Die Juden hatten das Ziel aus den Augen verloren und schon setzten sie sich mit den täglichen Problemen auseinander und verschlimmerten ihre Situation bis zur Unerträglichkeit.

Wer Gott für alles danken kann, hat die Umstände aus seiner Hand genommen. Wer sie annimmt, setzt sich ganz anders mit ihnen auseinander, als wenn er sie verdrängt. Jetzt kann Gott ihm zeigen, ob der „Berg“ wirklich die Absicht hat, ihn zu erdrücken oder ob er ihm eine besser Aussicht gestatten will. Dem Joseph war es so ergangen. Seine Brüder hatten ihm großes Unrecht angetan, aber er verstand es, diesen „Berg“ anzunehmen und konnte Jahre später seinen Brüdern sagen: Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um euch am Leben zu erhalten. 1. Mos. 50, 20

Nenne nicht allein das Segen, was gut tut und dich angenehm fühlen lässt; nenne auch das Segen, was dem natürlichen Menschen widerspricht. Oft sind es gerade die unangenehmen Dinge, die uns nachdenklich machen wollen und verändern können.

Benutze den Schlüssel der Dankbarkeit. Dankbare Menschen leben unbeschwerter als undankbare. Sie vertrauen darauf, dass Gott es immer gut mit ihnen meint. Nicht selten hat er das Leid dazu genutzt, das Genie in uns zu wecken, Feiglinge zu Helden werden zu lassen und Stümper zu gesegneten Menschen.