Der Schutz Gottes

Jesus sprach: Jerusalem, Jerusalem, Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt. Matthäus 23, 37

Wie vielen Küken kann eine Henne unter ihren Flügeln Platz bieten? Als ich diese Frage stellte, gingen die Meinungen auseinander: 5, 8, 10 oder mehr? Wer kann das heute noch so genau wissen?

Wir kaufen unsere Eier beim Supermarkt und machen uns kaum noch Gedanken darüber, woher diese kommen. Wer hat schon einmal eine Henne gesehen, die ihre Küken ausführt oder ihren Warnruf gehört, wenn Gefahr lauert oder beobachtet, wenn ihre vielen Küken unter ihren Flügeln verschwinden? Wer erlebte schon einmal eine Henne, die sich vehement dem Angreifer stellt, um ihre Jungen zu schützen?

Jesus kannte solche Szenarien und machte einen Vergleich: Hier vergleicht er sich mit einer Henne und sieht in seinen Zeitgenossen die Küken, denen er Schutz geben wollte.

Warum? Im Geist sieht er bereits am Horizont die Legionen römischer Soldaten heranziehen. Sie kommen und bringen Millionen um und machen die Stadt dem Erdboden gleich. Vor ihren Toren stellen sie unzählige Kreuze auf, damit sie unter unerträglichen Qualen daran verbluten. – Jesus sieht das alles und ist im Blick auf ihre Zukunft tief erschüttert. Mit allen Mitteln wollte er das verhindern. Er wurde aber nicht gehört und wenige Jahre später kamen die Legionen. Jerusalem wurde eingenommen, die Stadt dem Erdboden gleich gemacht, Millionen umgebracht und der Rest aus dem Land vertrieben.

Was Jesus den Juden sagte, gilt allen. Der einzelne Mensch, ja ganze Völker, wenn sie ohne Gott leben, sind ungeschützt und werden früher oder später ein Opfer von bösen Mächten. Nicht selten sind Katastrophen oder sogar Vertreibung dann die Folge. Über 70 Millionen sind weltweit auf der Flucht und der Strom will kein Ende nehmen. Bei allem Wohlstand sind in der westlichen Welt Unzählige todunglücklich. Sie gehen an seelischem Leid zu Grunde oder werden von Süchten zu Tode gequält. Unzählige Beziehungen sind zerbrochen und Kinder wachsen auf der Straße heran. Gott versuchte im Laufe der Geschichte immer wieder, Menschen unter seinen Schutz zu rufen. Ist es ein Talisman oder eine Kerze oder ein Gebet zu den Heiligen, das uns schützen kann?

Die Bibel zeigt einen Weg, der sich bis heute bewährt hat: Als die versklavten Juden Ägypten nach 430 jähriger Gefangenschaft verließen, verdankten sie ihre Freiheit dem Blut geschlachteter Lämmer. Dieses mussten sie an die Pfosten Ihrer Türen streichen, damit das Gericht vorüber gehen konnte. 2. Mos. 12, 13. Das ist bis heute so geblieben. Das vergossene Blut Jesu garantiert nicht nur meine Erlösung, es ist auch mein Schutz für das weitere Leben. Damit ist das Gebet zu Jesus Christus der einzige Weg, um unter diesen Schutz zu kommen. Wer den Namen des Herrn anruft, der soll gerettet werden, sagt uns die Bibel. Evangelium ist die Botschaft der Stellvertretung. Jesus starb für uns, damit unser Leben unter seinen Schutz kommen kann.

Dazu lesen wir: Denkt daran, was es Gott gekostet hat, euch aus der Sklaverei der Sünde zu befreien, aus einem sinnlosen Leben, wie es schon eure Vorfahren geführt haben. Christus hat euch losgekauft, aber nicht mit vergänglichem Silber oder Gold, sondern mit seinem eigenen kostbaren Blut, das er wie ein unschuldiges, fehlerloses Lamm für uns geopfert hat. 1. Petr. 1, 18-19. Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Ps. 91,1-2