Du bist nicht wehrlos

Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Epheser 6, 16-17

Paulus fasst seine Ausführungen zusammen und spricht von einem Schild, einem Helm und einem Schwert. Eigentlich will er sagen, dass Christenmenschen nicht wehrlos den feindlichen Strömungen gegenüberstehen. Sie dürfen gegen den Strom schwimmen, bis sie das Ziel ihres Glaubens erreicht haben.

Für meine Predigt hatte ich diesen Text gewählt und besorgte mir einen Schild, einen Helm und ein Schwert. Meine Zuhörer waren nicht wenig erstaunt, als ich so in voller Montur vor ihnen stand, um zu predigen.

Der Schild des Glaubens schützt unser Herz. Allein unser Herz kann glauben, deshalb richtet Gott seine Botschaft an unser Herz. Ich griff nach meinem Schild und hielt ihn schützend vor mein Herz. Bei diesem Glauben handelt es sich nicht um ein Bekenntnis, welches man auswendig hersagen kann.

Dieser Glaube ist etwas Lebendiges; er ist ein heiliges Feuer, das Gott in uns geschenkt hat. Er ist die Liebe, die Gott ausgegossen hat in unser Herz. Das muss bewahrt werden, damit das Herz nicht erkaltet. Sicher hat jeder schon mal erlebt, dass sein Vertrauen zu Gott erschüttert wurde, besonders dann, wenn das Leben unbegreiflich wird und das Schicksal zuschlägt und wir keine Erklärungen dazu finden. Wie schnell kann sich dann Vertrauen in Zweifel kehren und Liebe in Resignation und Verbitterung Gott gegenüber. Das darf nicht passieren. Mit dem Schild des Glaubens bekenne ich mich zu Gott und rühme seine Taten, auch wenn mein Herz ganz anders fühlt. Ich tue es im Glauben und was ich ausspreche, sage ich auch vor der unsichtbaren Welt und schon muss die Dunkelheit weichen.

Der Helm des Heils ist der Schutz für meinen Verstand. Mit unserem Kopf denken wir, und Gedanken können Vögeln gleichen, die uns abzulenken versuchen oder sogar verwirren können. Vor jeder Tat steht ein Gedanke, und ist der Gedanke gut, dann wird die Tat entsprechend sein. Gedanken sind Kräfte unseres Geistes, die wir nicht unterschätzen dürfen. Jeder hat schon mal erlebt, dass, wenn er zur Bibel greift, ihn Gedanken von Zweifel und Kritik überfallen wollen. Oder er möchte sich zum Gebet sammeln und schon kommen Gedanken, die ihn ablenken wollen. Der Helm schützt mich, weil er die Tat, die Christus für uns vollbracht hat, symbolisiert. Der Psalmist drückt das so aus: Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Ps. 91, 1-2. Mit dem Helm stellen wir uns in Demut unter die Herrschaft Gottes und akzeptieren sein Handeln, auch wenn unser Verstand nicht alles verstehen kann.

Das Schwert symbolisiert das Wort Gottes. Es offenbart die Listen Satans und zeigt mir auch, wer ich bin, wenn ich zu Christus gehöre. Jesus benutzte das Wort Gottes und verwies Satan in die Schranken. Es liegt Satan viel daran, uns das Schwert zu rauben, damit wir den Herausforderungen nichts entgegenzusetzen haben. Liebe Gottes Wort über alles, beschäftige dich mit den Wahrheiten der Bibel und wende sie im Glauben an. Widerstehe dem Feind und verteidige das, was Gott dir anvertraut hat.