Umgang mit Krisen und Niederlagen

Er gibt den Müden Kraft und die Schwachen macht er stark. Selbst junge Leute werden kraftlos, die Stärksten erlahmen. Aber alle, die auf den Herrn vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen. Jesaja 40, 29-31

Menschen, die müde geworden sind, die sich kraftlos und schwach fühlen, befinden sich mit Sicherheit in einer Krise. Solche Situationen werden immer als unangenehm empfunden. Sie können uns aus der Bahn werfen und alles auf den Kopf stellen; dann bleibt nichts mehr so, wie es einmal war. Dagegen wehrt sich der natürliche Mensch. Er hat eine Abneigung vor Veränderungen. Er möchte alles überschaubar behalten, er möchte lieber verwalten als gestalten. Das Alte war ihm vertraut, es bot ihm Sicherheit und bestimmte seine täglichen Abläufe.

Hier hatte er es sich bequem eingerichtet, er musste nicht mehr viel überlegen, alles geschah aus Routine. Krisen treffen besonders Menschen, die in Verantwortung stehen. Das gilt sowohl dem Manager, wie dem Leiter einer Gemeinde, aber auch dem Ehemann oder seiner Frau in der Familie. Ihnen ist einfach vieles über den Kopf gewachsen und sie sehen keinen Ausweg.

Es gibt kein Rezept, welches uns einen Weg aus der Krise zeigen könnte, denn jede Situation hat ihre eigene Geschichte und Dynamik. Da helfen keine Lehrbücher oder Seminare. Hier muss Gott selbst eingreifen und uns helfen.

Deshalb sagt Gott durch Jesaja: Er gibt den Müden Kraft und die Schwachen macht er stark. Alle, die auf den Herrn vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen.

Trotzdem kann es eine große Hilfe sein an Folgendes zu denken: Hinter vielem, was du gegenwärtig erlebst, verbirgt sich ein ungeahnter Segen. In der Regel haben wir vor unseren größten Siegen die schlimmsten Anfechtungen. Bedenke aber auch, dass kein Problem so schlimm ist, wie es empfunden wird. Du wirst dein ganzes Leben hindurch zur Wachsamkeit aufgerufen.
Geistliche Erfahrungen und Reife machen wohl weise, aber nicht immun gegen Krisen im persönlichen Leben und in den Beziehungen. Die Absicht Gottes in deiner Krise ist nicht Schikane, sondern sie dient deiner geistlichen Entwicklung. Der Gott, der aus Chaos und Finsternis eine Welt voller Licht und Leben zu schaffen vermochte, kann aus deiner gegenwärtigen Situation dasselbe tun. Ein Wort genügt und es wird Licht. Warte auf dieses Wort.

Solltest du in deiner Situation versagt haben, so wisse, der Gerechte kann siebenmal fallen, er steht aber auch wieder auf. Spr. 24, 16. Deine Anfechtungen sind ein Zeichen dafür, dass du unter der Salbung des Heiligen Geistes stehst und nicht, dass du dich als Versager abstempeln lassen solltest. Hervorragende Menschen stehen mehr im Schussfeld als unbedeutende. Bedenke auch, dass deine gegenwärtige Situation der Preis ist für eine großartige Entscheidung, die du im Glauben einmal getroffen hattest, um Gott dienen zu wollen. Schaue dich deshalb nicht um und wenn, dann nur um zu lernen, aber nicht um zu resignieren.