Keine Armee aus Terrakotta

Es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben zur Auferstehung des Gerichts. Johannes 5, 28-29

1965 wurde bei Ausgrabungen in China eine tönerne Armee von mehr als 3000 Soldaten und Pferdefiguren entdeckt. Insgesamt waren es 2.549 Terrakotta-Figuren, davon 583 der Kavallerie, 1.965 der Infanterie, außerdem Musiker und ein Kommandant. Die Funde werden heute im Museum von Xianyang beherbergt. Verblüffend ist die Individualität jeder Figur. Jeder einzelne Krieger wirkt wie aus dem Leben. Handelt es sich hier um eine Grabbeigabe für einen großen Herrscher? Sollte diese Armee von Kriegern ihn im Jenseits schützen? Nach 2000 Jahren wurde sie wieder ausgegraben und sie stand immer noch an gleicher Stelle – wie damals. Hatten sie ihren Zweck erfüllt? – Sicher nicht!

Was wird sein, wenn wir einmal das Grab verlassen werden, an dem Tag, wenn der große König sein mächtiges Wort sprechen und sagen wird: „Kommt Menschenkinder, das Grab soll nicht euer Ende sein.“ Dann wird ebenfalls eine große Armee erscheinen, die einst den Kampf des Glaubens für ihren König gekämpft hatte. Diese wird nicht aus Terrakotta sein, verstaubt, – sondern lebendig, herrlich und strahlend wie die Sonne. Jesus hat verheißen, dass ihnen ihre Werke als Belohnung nachfolgen werden. So gibt es zur Auferstehung auch eine großartige Überraschung. Dazu findet die größte und herrlichste Hochzeit statt, die es je gegeben hat. Der König aller Könige betrachtet seine Armee als seine geliebte Braut und wird sich mit ihr vermählen. Offb. 19, 6-9.

Dann wird Jesus sagen: „Du bist mir nachgefolgt und hast mit Waffen der Liebe anderen die Tränen getrocknet. Jetzt trockne ich sie bei dir. Geh ein in mein Reich und bleibe für immer bei mir. Setze dich zu meiner Rechten wie ein König und herrsche mit mir.“

Ich las einen Bericht von jungen Menschen aus einem Dorf im Süden von Wales, Großbritannien. Diese hatten auch Träume und erhofften sich vom Leben ein erstrebenswertes Ziel. Sie sehnten sich nach Freude und einem erfüllten Leben. Doch für 17 von ihnen war offenbar das Licht verloschen. Sie hatten ausgeträumt. Innerhalb von 13 Monaten nahmen sich alle das Leben. Die Bewohner waren schockiert. „So etwas, wie hier, ist in ganz England nicht passiert“, sagten sie. Man forschte nach den Gründen. Eine Bewohnerin meinte, dass es an der Trostlosigkeit dieser Gegend liege, mit der hohen Arbeitslosigkeit, und dass es kaum Aussichten für ein Leben mit genügend Auskommen gebe, besonders für Kinder armer Eltern. „Die Jugendlichen wollten nicht sterben“, sagten andere, „sie wussten nicht mehr, wie sie mit ihrer Hoffnungslosigkeit leben sollten.“

Gestern erhielt ich einen Bericht von einem unserer Missionare aus Nepal, der zeigt, wie man auch unter schwierigen Umständen leben kann, wenn man eine Hoffnung hat. Man hatte ihn zu Unrecht für neun Jahre ins Gefängnis gesperrt. Er nahm sein Schicksal aus Gottes Hand und begann sofort, mit seinen Leidensgefährten über den Glauben zu sprechen. Über Jahre sind viele Christen geworden und eine fröhliche Gemeinde entstand. In diesen Tagen ist er entlassen worden und zu seiner Familie zurückgekehrt. Er sagt: „Ein Mensch mit Hoffnung betrachtet sein Leben vom Ziel her, und schon sieht alles anders aus.“ Wie denkst du darüber?