Gott achtet auf meine Worte

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen. Psalm 50, 15

Ich danke meinem Schöpfer, dass ich reden kann. Ich habe die Möglichkeit, zu kommunizieren und meine tiefsten Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen und kann Beziehungen aufbauen und pflegen.

Mit der gleichen Zunge kann ich auch beleidigen und verletzen und wertvolle Beziehungen wieder zerstören. Ich kann Gott fluchen und mich damit selbst verdammen.

Es ist eine traurige Tatsache, dass das meiste Leid in dieser Welt der Zunge zu verdanken ist. So haben wir allen Grund, Gott um Vergebung zu bitten für alles Unnütze und Schlechte, das über unsere Lippen gekommen ist. Offenbar geht kein Wort verloren und alles, was wir mit unserer Zunge angerichtet haben, wird als Frucht auf uns zurückkommen. Mit der Zunge kann ich sogar den Himmel öffnen, denn Gott hört, was der Mund redet und antwortet.

Hans war Atheist, wie jeder Berufssoldat der Volksarmee der DDR. Er berichtet, wie er den Weg zu Gott gefunden hat und sagt: „Mein Leben als Soldat hatte mich voll befriedigt, bis die Wende kam. Über Nacht verlor ich meinen Beruf und auch meine Weltanschauung brach zusammen. Als Kommunist glaubte ich an eine Welt, in der wir alle Brüder sind und in der Gerechtigkeit herrscht, aber dieser Wunsch hatte sich über Nacht in Illusion aufgelöst. Mein Leben verlor seinen Inhalt und ich griff voller Verzweiflung zur Flasche, um mich zu betäuben. So wurde ich süchtig. Meine Ehe zerbrach, die Familie löste sich auf und ich vereinsamte völlig. Eines Tages saß ich wieder auf meinem Zimmer und voller Verzweiflung begann ich laut um Hilfe zu schreien. Ich war völlig allein, aber irgendetwas war plötzlich anwesend, das fühlte ich. Ein unbeschreiblicher Friede kam zu mir und erfüllte mein verletztes Herz. Der Gedanke an einen Gott war geboren. Ich begann mich zu fragen, ob es Gott war, der mir diesen Frieden gegeben hat. Um dieser Frage nachzugehen, suchte ich unverzüglich eine Kirche auf. Diese Welt war mir völlig fremd und verstehen konnte ich auch nichts. Der Gottesdienst ging zu Ende, als der Pfarrer das Segensgebet sprach: … und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen …, – da plötzlich ging mir ein Licht auf. Genau das habe ich erlebt, als ich um Hilfe schrie. Das kann nur Gott gewesen sein, der ihn mir geschenkt hatte. Dann war es Gott, der meinen Hilfeschrei erhört hat.

Daraufhin suchte ich ein seelsorgerliches Gespräch und übergab mein Leben diesem wunderbaren Gott. Jetzt hat er aus einem Atheisten einen fröhlichen Mitarbeiter in einem christlichen Werk gemacht.“

Vielleicht habe ich diese Botschaft gerade für dich geschrieben, der du schon so viel versucht hast, um aus deinem Schlamassel herauszukommen und nichts hat geholfen. Vielleicht sind auch dir alle Stützen weggebrochen und du siehst keinen Ausweg mehr. Denke an obiges Wort und mache es wie dieser ehemalige Berufssoldat. Erhebe deine Stimme und rufe laut um Hilfe. Auch du wirst das Herz Gottes berühren und er tut genau das, was er versprochen hat: Er wendet dein Schicksal.