Trojanisches Pferd

Ziehet an die Waffenrüstung Gottes, dass ihr bestehen könnt gegen die listigen Anläufe des Teufels. Epheser 6, 11

Nachdem die Griechen im Trojanischen Krieg lange erfolglos um die Mauern von Troja gekämpft hatten, rief einer ihrer heidnischen Priester eine Versammlung der vornehmsten Helden zusammen und riet ihnen, Troja nicht mit Gewalt, sondern mit Hilfe einer List zu erobern. Auf seinen Rat hin bauten die Griechen ein großes Holzpferd, in dessen Innerem sich eine Elitegruppe von 40 Soldaten verstecken konnte. Nach vorgetäuschtem Abzug hinterließen die Soldaten dieses Pferd als eine Weihegabe an die Trojaner. Diese aber ließen sich täuschen und das Pferd wurde in die Stadt gezogen und vor dem Tempel der Athene aufgestellt. In der Nacht krochen die Soldaten aus dem Bauch des Pferdes und öffneten die Stadttore. Die Soldaten, die im Hintergrund lauerten, drangen in die Stadt ein und zerstörten sie.

Paulus bezeichnet den Teufel als listig. Was er nicht mit Gewalt erreichen kann, versucht er mit Hinterlist. Das erinnert mich an die Eroberung von Troja. Mit falschen Versprechungen brachte er Adam und Eva unter seine Gewalt; den gottlosen Gibeoniten gab er List, sich mit falschen Angaben bei Josua einzuschleichen. Dieser schloss einen Bund mit ihnen und sie begannen unter den Israeliten zu wohnen und konnten sie mit ihrem Götzendienst beeinflussen. Mit gleicher List versuchten die Geistlichen, Jesus ein falsches Wort aus seinem Mund zu entlocken, damit sie einen Grund hätten, ihn umzubringen. Heute verführt er Bankenmanager, damit diese mit List ihre Kunden um ihr gesamtes Vermögen bringen, um sie in den Ruin zu treiben.

Ein wichtiger Teil der Waffenrüstung, die Gott uns gegeben hat, ist sein Wort und dazu schenkt er uns seinen Heiligen Geist, der uns stärkt und uns die Augen öffnet, damit wir die List des Teufels durchschauen können. Dem Josua sagte Gott: Lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten. Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seiest. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. Jos. 1, 7-9

Eine Ölfirma, die im Ausland arbeitete, suchte einen Mitarbeiter, der die Sprache des Landes beherrschte, einen geeigneten Mann für ihre Planungen und Gespräche. Einer ihrer Manager wurde fündig. Er entdeckte einen Missionar, der in dieser Gegend arbeitete. Das Angebot war verlockend. Eine hohe Summe an Vergütung wurde ihm in Aussicht gestellt. Vergeblich wartete man auf seine Zusage. Ein neues Angebot kam mit einer noch höheren Summe. Wieder vergeblich, bis der Manager selbst vorstellig wurde, um sein Angebot noch einmal zu erhöhen. Die Antwort des Missionars war überwältigend: „Mein Herr“, sagte er, „Geld spielt bei mir keine Rolle. Der Auftrag ist mir zu gering. Ich arbeite für meinen König, den Herrn aller Herren, und möchte Menschen für sein Reich gewinnen. Ihr Geld kann in keiner Weise das ersetzen, was ich gewinne, wenn ich meinem Auftrag treu bleibe.“