Die Zeichen der Zeit verstehen

Über des Himmels Aussehen könnt ihr urteilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?  Matthäus 16, 3

Jesus tadelt die Geistlichen, dass sie nicht in der Lage waren, die Zeichen, die Gott für sie gesetzt hatte, deuten zu können. Im Gegenteil: Sie sagten, Jesus treibe die Dämonen durch den Obersten der Teufel aus und stuften ihn als Gesandter des Bösen ein. – In der Summe waren es die vielen verpassten Gelegenheiten, die das Schicksal dieser Nation für Jahrtausende zu bestimmen begannen. Was ist das Zeichen deiner Wiederkunft?, fragten die Jünger. Jesus hatte ihnen versprochen, dass er gehen würde, um ihnen eine Stätte zu bereiten und dann wiederzukommen. Die Apostel nehmen in ihren Briefen immer wieder Bezug auf dieses Versprechen und trösten die Gläubigen. „Die Zeichen der Zeit verstehen“ weiterlesen

Weint Jesus nur über Jerusalem ?

Und als Jesus nahe zur Stadt kam, sah er sie an und weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. Lukas 19, 41-42

Eine unglaubliche Szene: Der Schöpfer der Welt – der gesagt hat: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden – weint über eine Stadt. Jemand, der über Menschen weint, gibt zu erkennen, dass Mitleid ihn zu Tränen rührt, dass er seine Bemühungen zu helfen als gescheitert erklärt. Unfassbar. Ist Gott gescheitert? Er wollte helfen, aber er konnte nicht. War er zu schwach? Ja, denn Liebe kann nicht alles. Sie zwingt keinen Menschen zu etwas, wozu er Nein sagt. Man kann sie abweisen, sie verachten und mit Füßen treten. Genau das war geschehen, und trotzdem betete Jesus: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Hat er damit ihr Schicksal gewendet? Nein. Das Unvermeidliche kam: Eine ganze Nation musste einen Weg unsäglicher Leiden antreten, als Folge von permanentem Ungehorsam und Unglauben. „Weint Jesus nur über Jerusalem ?“ weiterlesen

Segen guter Gemeinschaft

Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; auch niemand sprach von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Apostelgeschichte 4, 32

Gute Beziehungen sind das halbe Leben. Der Herr sprach zu Adam: Es ist nicht gut, dass du allein bist, ich will dir eine Gehilfin schaffen. Ohne fremde Hilfe ist der neugeborene Mensch nicht lebensfähig. Von Natur aus kann er reinweg nichts, als nur weinen und Tränen vergießen. Alles, was er zum Leben braucht, muss er sich in mühevoller Weise aneignen und dazu braucht er Hilfe von außen. So können wir sagen, dass unser Wissen geliehenes Wissen ist: Man hat es uns beigebracht. So gibt es kein Grund, auf sein Wissen stolz zu sein.

Es ist eine Tragödie, dass der Mensch, obwohl er immer näher zusammenrücken muss, immer einsamer wird. Fast die Hälfte aller Haushalte sind Singlehaushalte. Der moderne Mensch lebt zwar mitten im Gewühl, wird aber trotzdem immer einsamer. „Segen guter Gemeinschaft“ weiterlesen

Das ist Gemeinde

Und ich sage dir auch: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen“. Matthäus 16, 18

Vor der Predigt fragte ich meine Zuhörer, was sie bei der Aussage „Ich liebe meine Gemeinde“ denken. Eine Frau meldete sich: „Ich empfinde große Freude, für mich bedeutet Gemeinde dieser Kreis hier. Er ist mir zur geistlichen Heimat geworden.“ Ein anderer sagte: „Ich kann mit dem Begriff Gemeinde nichts anfangen. Für mich gibt es die katholische und die evangelische Kirche. Alle anderen Gruppierungen sind Sekten.“ Neben mir saß der Pastor. Seit einigen Jahren lebte er mit seiner Familie in dieser Stadt. Er sagte: „Die Wenigsten hier besuchen weder eine Kirche, noch haben sie einen Bezug zur Bibel. Sie sind zwar alle getauft und bekennen sich zu einer der großen Konfessionen, aber das hat keine Auswirkung auf ihr Leben. Ich will denen helfen, die wirklich Gott finden möchten.“ „Das ist Gemeinde“ weiterlesen

Charakter und Charisma

Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut; ich kann beides: satt sein und hungern, beides: übrig haben und Mangel leiden. Philipper 4, 12

Paulus bedankt sich bei den Gläubigen für die Gaben, die sie ihm zugedacht hatten. Er macht aber in keiner Weise eine Andeutung, dass sie ihre Hilfe fortsetzen sollten. Er hatte es gelernt, sich in allem genügen zu lassen.

Für einen Diener Gottes ein großartiges Zeugnis. War es ihm deshalb vergönnt, der Geschichte Europas ein solides Fundament zu geben? Charisma und Charakter waren in Übereinstimmung; ein unverzichtbarer Schlüssel zum Erfolg. „Charakter und Charisma“ weiterlesen

Müde geworden

Nun es aber an dich kommt, wirst du weich, und nun es dich trifft, erschrickst du. Hiob 4, 5

Hiob war ein gefragter Mann. Seine Worte galten etwas und jeder hörte gerne auf seinen Rat. Jetzt aber war er am Ende seiner Kraft. Wie aus heiterem Himmel hatte das Leid zugeschlagen und ihm alles genommen, was ihm etwas wert gewesen war. Jetzt krümmte er sich wie ein Wurm und wünschte sich den Tod. Seine Freunde waren herbeigeeilt, um ihn zu trösten. Eliphas ergriff als Erster das Wort: Nun es aber an dich kommt, wirst du weich, und nun es dich trifft, erschrickst du. „Müde geworden“ weiterlesen

Sag nie unmöglich

Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst – alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Markus 9, 23

Ich las ein Buch über die Kraft des positiven Denkens. Der Autor versuchte, seinen Lesern verständlich zu machen, dass es viel vorteilhafter ist, mit positiven Gedanken an Probleme heranzugehen, als ihnen mit Misstrauen, Furcht und Kritik zu begegnen. Das, was Jesus dem verzweifelten Vater sagte, war positiv, obwohl kein Grund zur Hoffnung bestand.

Als ich einmal über dieses Thema sprach, benutzte ich ein Schaubild, auf dem ein Storch zu sehen war, der einen Frosch zu verschlucken suchte; dieses gelang ihm aber nicht, denn der Frosch, bereits fast verschluckt, umklammerte fest seinen Hals und drückte ihn ab. Darunter stand geschrieben: „Sag nie unmöglich“. Hat Jesus mit obigen Worten etwas anderes gesagt? Niemals. Gott ist positiv und der Teufel ist negativ, das ist die Botschaft des Evangeliums. „Sag nie unmöglich“ weiterlesen

Ich habe es versucht, aber es geht nicht

Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden! Hebräer 12,12

Eine der wirksamsten Waffen des Teufels ist die Entmutigung. Wenn er einen Jünger Jesu aus der Bahn werfen will, dann versucht er es durch sie. Dabei benutzt er Worte und Argumente, die in sich zwar alle wahr sein mögen, aber wenig nützen. So haben viele ihre Berufung aufgegeben, weil es dem Feind gelang, sie zu entmutigen. Ein häufiges Argument, das gerne gebraucht wird, lautet: Ich habe es versucht, aber es geht nicht. Dabei mögen wir mit unserer Feststellung Recht haben. So etwas gibt es im Leben. Nicht jeder Versuch gelingt auf Anhieb, besonders dann nicht, wenn es sich um etwas Außergewöhnliches handelt. Große Dinge brauchen mehr Zeit zum Einüben als kleine. „Ich habe es versucht, aber es geht nicht“ weiterlesen

Zum Sieg bestimmt

Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen. Psalm 18, 30

Die meisten Informationen, die unsere Wohnzimmer erreichen, sind negativ. Mit guten Nachrichten lässt sich keine Zeitung machen, sagte ein Verleger. Je negativer die Meldung, desto höher die Auflage. Das hat unweigerlich Folgen. Ein Mensch, der ständig mit negativen Meldungen gefüttert wird, bekommt eine negative Einstellung zum Leben. Seine Maßstäbe verändern sich ebenso wie seine Sprache und seine Haltung zum Leben. Ein negativ geprägter Mensch wird auf Niederlagen programmiert. Schlussendlich hat ihn das Leben auf die Seite der Verlierer gestellt. „Zum Sieg bestimmt“ weiterlesen

War alles umsonst?

Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe. Galater 4, 11

Das Gefühl, dass alles vergeblich gewesen sei, kannte nicht nur der Apostel Paulus. Viele, die im Reich Gottes arbeiten, kennen es ebenso. Obwohl sie alles gegeben haben und sich dabei auf Gottes Verheißungen stützten und viel gefastet und gebetet haben, bleibt die Frucht ihrer Arbeit aus.

Der Prophet Elia leitete eine Reformation unter dem Volk Israel ein. Eben noch war er der Mann, der Feuer vom Himmel fallen ließ und für Regen betete, wenig später finden wir ihn wieder in der Wüste, wo er sich wünschte zu sterben. Es ist genug, Herr, so nimm nun meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter, betete er. Alles, was er bisher getan hatte, schien vergeblich gewesen zu sein. „War alles umsonst?“ weiterlesen