Wir müssen lernen demütig zu sein

Isai aber sprach zu seinem Sohn David: „ … und nimm diese zehn frischen Käse und bringe sie dem Hauptmann und sieh nach deinen Brüdern, ob es ihnen gut geht, und bringe auch ein Unterpfand von ihnen mit.“ 1. Samuel 17, 17-18

Der weitere Verlauf der Geschichte ist interessant. David kam mitten ins Kampfgeschehen und besiegte Goliath, den größten Feind Israels. Über Nacht wurde David berühmt, man feierte ihn als Helden der Nation. Später wurde er König und regierte das Volk 40 Jahre lang. Dazu gab Gott ihm die höchste Auszeichnung: „Ein Mann nach meinem Herzen“. 1. Sam. 13, 14.

Obiger Text gibt Einblick in den Hintergrund der Geschichte. Eines Tages erscheint der Vater Davids mit der Bitte, zehn frische Käse an die Front zu bringen und nach seinen Brüdern zu schauen. Dazu sollte er ein Unterpfand mitbringen, als Beweis dafür, dass er wirklich dort gewesen war. „Wir müssen lernen demütig zu sein“ weiterlesen

Auf einen guten Start kommt es an

Aber dann haben wir Gottes Liebe und Güte erfahren durch unseren Erlöser und Retter Jesus Christus. Nicht, weil wir etwas geleistet hätten, womit wir diese Liebe verdienten, nein, seine Barmherzigkeit war es, die uns durch eine neue Geburt zu neuen Menschen gemacht hat. Das war ein Werk des Heiligen Geistes, den Gott uns durch unsern Erlöser Jesus Christus in reichem Maße geschenkt hat. So sind wir allein durch seine unverdiente Güte von aller Schuld befreit und warten voller Hoffnung auf sein himmlisches Reich, das wir als seine Kinder erben werden. Titus 3, 4-7

Sicher hatte es einen Grund, dass Paulus so etwas schreibt. Er dachte an Abraham. Als Abraham auf den Ruf Gottes hin seine Verwandtschaft verließ, zog sein Neffe Lot mit ihm. Lot war ein Abenteurer und Trittbrettfahrer, entsprechend benahm er sich. Während Abraham Altäre baute und Gott anbetete, schaute Lot nach den längeren Grashalmen für seine Herden. Als es deswegen zu einer Trennung kam, wählte Lot Sodom und wohnte dort. 1. Mos.13, 6-13. „Auf einen guten Start kommt es an“ weiterlesen

Die wertvolle Perle

Abermals ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der gute Perlen sucht, und da er eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Matthäus 13, 45-46

Perlen wachsen nicht wie Früchte an den Bäumen; man gräbt sie auch nicht aus dem Gestein von Geröll von Felsen oder Bergen. Perlen findet man in der Tiefe der Meere, im Persischen Golf, an den Küsten Sri Lankas, vor Australien, bei den Südsee-Inseln, Venezuela, Mexiko oder Panama oder in verschiedenen Flüssen. Perlentaucher müssen zu ihnen oft mehr als 20 Meter tief hinabtauchen, um sie zu finden, und das nicht selten unter großer Lebensgefahr. Dazu sind Perlen von harten Schalen umgeben und müssen erst befreit werden, wenn man sie besitzen will. „Die wertvolle Perle“ weiterlesen

Lass dir genügen

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 1. Korinther 13, 12

Ich kenne Christen, bei denen ein geistliches Gespräch schwierig werden kann, wenn es um Erkenntnisfragen geht. Sie haben ihre Überzeugung und sind der festen Meinung, zur wahren Erkenntnis durchgedrungen zu sein. Sie haben den Schlüssel zur Wahrheit gefunden. Schaut man näher hin, dann haben sie Dinge geschaut, die selbst die Engel nie gesehen haben oder Worte gehört, die Jesus nie gesprochen hat oder sie sind zu Dimensionen durchgedrungen, wo noch nie einer vor ihnen war. Diese „höheren Erkenntnisse“ benutzen sie dann als Meßlatte. Wer nicht mit ihnen übereinstimmt, wird kritisiert.

Als Kinder benutzten wir Spiegel, um Personen zu blenden. Wir fingen das Licht der Sonne ein, reflektierten es auf sie und hatten unsere Freude daran, wenn sie geblendet waren. Niemand von uns wäre auf die Idee gekommen, dass sein reflektiertes Licht das ganze Licht der Sonne sei. Jeder hatte nur ein paar Strahlen eingefangen und diese weitergeleitet. „Lass dir genügen“ weiterlesen

Alles beginnt im Verborgenen

Gesegnet der Mann, der sich auf den Herrn verlässt, er ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin ausstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. Jeremia 17, 7-8

Sequoia – auch Mammutbäume genannt – stehen im Nationalpark Kaliforniens. Viele sind bereits über 135 Meter hoch gewachsen und haben einen Stamm von zwölf Metern Durchmesser. Einige sind bereits 3 – 4000 Jahre alt geworden und wachsen immer noch. Ihr Geheimnis ist, dass sie tief unten in der Erde ihre Wurzeln zu den Quellen ausgestreckt haben und Tag und Nacht trinken und das kostbare Nass bis hoch hinauf in ihre Wipfel transportieren. „Alles beginnt im Verborgenen“ weiterlesen

Optimal leben

Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein. Psalm 92, 15

Gott schuf die Menschen nicht, dass sie unglücklich dahinvegetieren und innerlich zerbrochen oder enttäuscht den Tag ihres Todes herbeisehnen. Er schuf sie, dass sie glücklich sein sollten und sich täglich freuen. Deshalb hat Freude einen hohen Stellenwert in den Psalmen und besonders im Evangelium.

Ich vergleiche das Leben mit einem Garten. Ein Garten muss gepflegt werden, wenn er ein blühender Garten bleiben soll. Optimales Leben hat etwas mit Gartenpflege gemeinsam. Pflege deine Beziehungen. Statistische Erhebungen sagen, dass die Menschen in unseren Städten zusehends vereinsamen. Der Mensch aber ist ein Gemeinwesen; er ist geradezu auf Gemeinschaft hin erschaffen worden wenn er leben und überleben will.  Wehe dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft , sagt Salomo. Pred. 4, 10. Leben vollzieht und entwickelt sich immer in Gemeinschaft. „Optimal leben“ weiterlesen

Teilen, das Gesetz der Vermehrung

Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überfließend Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen. Lukas 6, 38

Wir leben in einem Land mit dem höchsten Wohlstand. Allen geht es gut, niemand muss Hunger leiden. Dennoch können wir feststellen, dass es immer mehr Menschen gibt, denen das Lachen aus der Seele gewichen ist. Überall macht sich Unzufriedenheit breit und es wird geklagt, wie schlecht es einem geht.

Dazu machen Altersarmut oder Kinderarmut täglich Schlagzeilen. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Ländern, wo die Armut allgegenwärtig ist. Bei aller Armut sind die Menschen dort in der Regel psychisch stabiler und dankbarer als bei uns, auch wenn sie mit nur gelegentlicher Arbeit ihr Leben fristen müssen.

Wissenschaftler, Politologen oder Soziologen suchen die Ursache im Umfeld der Menschen. Sie sind der Meinung, wenn das Umfeld besser wäre, gäbe es glücklichere Menschen. Dabei übersehen sie, dass auch die Reichen keineswegs glücklicher sind. Die Gier nach immer mehr Geld füllt die Schlagzeilen über Managergehälter und Steuerhinterziehungen. „Teilen, das Gesetz der Vermehrung“ weiterlesen

Wer schreit, wird gehört

Und als Bartimäus hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und sagte: Jesus, du Sohn Davids, erbarme ich meiner! Und viele bedrohten ihn, er solle stillschweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und Jesus stand still und sprach: Rufet ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er ruft dich. Markus 10,47-49

Schon mal erlebt, wie die Reaktionen sind, wenn alle friedlich zusammen stehen und plötzlich jemand laut durch die Menge schreit, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken? Eigentlich wollten alle nur sehen wer da umgeben von Anhängern die Straße entlang kommt. Sie hatten viel von Jesus gehört und ihre Meinungen gingen weit auseinander. Volksverhetzer, sagten die einen, die anderen hielten ihn für einen Hochstapler, der behauptete Gottes Sohn zu sein. Niemand wusste so recht etwas mit ihm anzufangen und plötzlich schrie jemand aus ihren Reihen und bat diesen Jesus um Heilung. „Unerhört“, hieß es, „schweig gefälligst. Während wir kritisieren, willst du von ihm geheilt werden?“ Er ließ sich nicht einschüchtern und schrie noch lauter. Bartimäus wusste, wenn ich jetzt nicht alles tue, verpasse ich meine größte Chance. Ich bleibe blind und werde für den Rest meines Lebens betteln. Jesus stand still, wandte sich diesem Manne zu, heilte ihn und sagte, dass sein Glaube ihm geholfen habe. „Wer schreit, wird gehört“ weiterlesen

Gemeinsam sind wir stark

Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Haus des Herrn! Psalm 122,1

Es gibt Gründe, warum ich gerne einen Gottesdienst besuche. Ich schreibe das für die, die der Meinung sind, dass man auch zu Hause Gottes Wort lesen kann.

Die Termiten gehören zu den schwächsten Insekten. Eigentlich sind sie nur einige Millimeter groß und viel zu schwach, um auch nur etwas zu bewegen. Sie leben aber in großen Kolonien. Gemeinsam schaffen sie sich einen Bau von vielen Metern Höhe, hart wie Beton, so dass Elefanten ihn nicht zerstören können. Ebenso sind wir Menschen schwache Wesen; gemeinsam aber können wir unbezwingbar sein, das beweist die Geschichte immer wieder.

Der Besuch eines Gottesdienstes kann zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden. Weil man zu einer großen Familie gehört, treffen sich Menschen, die sich kennen und schätzen. Sie sprechen miteinander oder essen gemeinsam oder helfen sich gegenseitig. „Gemeinsam sind wir stark“ weiterlesen

Pfeil und Bogen

Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. Psalm 18, 35

Letzten Sonntag sprach ich über dieses Thema. Als Illustration fertigte ich einen Bogen an und präparierte einen Pfeil. Dabei ist mir aufgefallen, dass es nicht auf die Größe oder Stärke eines Stabes ankommt, sondern ob er ein Bogen sein will, damit die Sehne Spannkraft und der Pfeil Durchschlagskraft bekommt.

Dabei stellte ich mir die Frage, warum vielen Christen die Leidenschaft für Jesus fehlt. Wo bleibt die Durchschlagskraft ihrer Worte, wenn sie dann wirklich einmal ein Zeugnis für ihren Herrn geben und warum es so wenige Menschen gibt, die mit den Emmausjüngern sagen können, weil sie sich getroffen fühlten: Brannte nicht unser Herz, als er mit uns redete? Luk. 24, 32. „Pfeil und Bogen“ weiterlesen

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