Verloren, aber wertvoll

Alle sind Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Römer 3, 23-24

Wenn Gott sagt, dass alle Menschen Sünder sind, müssen wir unser Leben von der Ewigkeit her betrachten. Wir wurden für die Welt Gottes erschaffen. Wir sind spirituelle Wesen und suchen Werte, die es für Geld nicht zu haben gibt, wie zum Beispiel Liebe, inneren Frieden, Gerechtigkeit oder eine Hoffnung, die über das Grab hinausgeht. Dazu baut der Mensch Tempel und Altäre und gibt zu erkennen, dass er sein Zuhause hier nicht gefunden hat.

Wir alle haben unsere Beziehung zum Schöpfer verloren. Wir möchten nicht, dass über uns jemand thront, der Rechenschaft von uns fordert. So sind wir wie kostbare Edelsteine, die verloren gegangen sind. Wir haben unseren Wert verloren. Das meint die Bibel, wenn sie sagt, dass wir alle Sünder sind. Sünde besteht nicht allein aus bösen Taten, Sünde ist auch ein Zustand, – ein Leben ohne Gott. „Verloren, aber wertvoll“ weiterlesen

Anerkennung wirkt wie Medizin

Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor. Römer 12, 10

In der Regel leiden Christen darunter, kein gesundes Selbstvertrauen zu haben. Der Grund ist, dass viele Predigten ein negatives Menschenbild vermitteln. Der Mensch ist nicht nur böse von Jugend auf; er hat auch ein rebellisches Herz. Das Ergebnis davon ist, dass er nach einer solchen Predigt zerschlagen nach Hause geht und sich zu hassen beginnt, obwohl er Ermutigung gebraucht hätte. Will man ihn dann loben, weist er das zurück; möchte man etwas Gutes über ihn sagen, schämt er sich. Will man ihm Verantwortung übertragen, kann er vor Gewissensbissen kaum schlafen. – Er verkriecht sich im letzen Winkel und Gott muss ihm sagen: Wer sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat, der mache sich auf und kehre heim, auf dass er nicht das Herz seiner Brüder feige mache, wie sein Herz. 5.Mos. 20, 8. „Anerkennung wirkt wie Medizin“ weiterlesen

Gesunde Atmosphäre ist unverzichtbar

Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Römer 15, 5-7

Sie saßen um das Lagerfeuer und sprachen über geistliche Themen; eines befasste sich mit Gemeinschaft. „Was können wir dazu beitragen, dass Gemeinschaft unter Christen wieder Spaß macht“, fragte jemand. Viele Vorschläge wurden gemacht, aber keiner wollte so recht zünden, bis jemand sagte: „Ich denke, ich habe die Lösung“. Während das Feuer noch hell loderte und wohltuende Wärme abstrahlte, nahm er einen Stab und löste einige brennende Holzscheite aus der Glut. „Seht, was jetzt geschieht“, sagte er. Die Glut wich allmählich aus den brennenden Stücken und stinkender Qualm verpestete die Luft. „Das ist die Lösung zu einer Gemeinschaft, die Spaß macht,“ sagte er. „Wir nehmen uns gegenseitig ohne Vorbedingungen an, auch wenn uns jemand dabei unsympathisch sein mag. Wenn wir uns dann so um Christus scharen, wie hier die einzelnen Holzstücke, die noch verblieben sind, werden wir erleben, dass Gemeinschaft ein unverzichtbarer Segen ist. „Gesunde Atmosphäre ist unverzichtbar“ weiterlesen

Druck verändert

Passt euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, indem ihr euch von Gott völlig neu ausrichten lasset. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt. Römer 12, 2

Unser Charakter ist die Summe von Veranlagungen, Umfeld, Vorbild und eingeübtem Verhalten. So bekommt der Mensch mit der Zeit seine Persönlichkeitsstruktur. Wenn er zu Jesus kommt, wird er angenommen, wie er ist, wobei Mängel und Verprägungen keine Rolle spielen. Gott stellt keine Vorbedingungen. Jetzt aber beginnt in ihm ein Wunsch zu keimen: Ich möchte nicht bleiben wie ich bin, ich möchte mich verändern, weil Jesus mein Vorbild geworden ist. Dieser Wunsch wird durch den Heiligen Geist gewirkt und dafür nimmt der Urtext das Wort „Metamorphose“. „Druck verändert“ weiterlesen

Von Gott geführt

Welche der Geist Gottes leitet, die sind Gottes Kinder. Römer 8, 14

Ich staune immer wieder, wie es möglich ist, dass sich Jahr für Jahr, immer zur gleichen Zeit, die Zugvögel sammeln, um gemeinsam den langen Flug in den Süden anzutreten. Viele Male bin ich mit dem Flugzeug die gleiche Strecke geflogen. Wie viel Wissen und Erfahrung braucht ein Flugkapitän, ehe er einen solchen Flug tätigen kann. Der kleine Vogel dagegen hat das ohne Hilfsmittel geschafft. Zufall oder Plan? Niemand kann dieses Phänomen ohne Gott beantworten. Wir wissen, dass der Heilige Geist die Schöpfung nicht nur ordnet, er füllt sie auch mit Leben und lenkt die Gestirne und ebenso den kleinen Vogel. Der Prophet Jeremia sagt: Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten ihre Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen aber mein Volk will das Recht des Herrn nicht wissen. Jer. 8, 7. „Von Gott geführt“ weiterlesen

Zur Liebe befähigt

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Römer 5, 5

Der Mensch ist erschaffen worden, dass er lieben soll. Darin erfüllt er den Sinn seines Lebens. Mit dieser Entscheidung beweist er, dass er kein höher entwickeltes Säugetier ist, sondern ein gottähnliches Wesen. Wer nie geliebt worden ist, hat nicht gelernt, was wahres Menschsein bedeutet.

Der christliche Glaube ist der Einzige, der sich auf Liebe gründet. Er lehrt nicht nur, dass wir uns untereinander lieben sollen, er sagt, dass Gott uns zur wahren Liebe befähigt, indem Er Seine Liebe in unser Herz ausgegossen hat, – durch den Heiligen Geist. Ist die Beziehung zu Gott unterbrochen, versiegt die Quelle wahrer Liebe – Gott ist Liebe – und der Kampf gegen alles Böse wird aussichtslos. Es haben fast alle Probleme in dieser Welt ihre Wurzeln in der Gottlosigkeit.  In unserer Gesellschaft hat Liebe ihren Stellenwert verloren. Das schönste Wort gleicht einem abgegriffenen alten englischen Penny, dessen Wert kaum noch zu erkennen ist. Zu viel wurde mit ihm schon bezahlt und zu oft hat er seinen Besitzer gewechselt. Für alles und nichts wird der Begriff Liebe verwendet. „Zur Liebe befähigt“ weiterlesen

Hoffnung macht stark

Durch den Glauben haben wir Zugang zu dieser Gnade und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit. Römer 5, 2

Ich besichtigte eine Zelle, in der ein Gefangener Jahre verbringen musste. Die Wände waren verschmutzt und mit Kritzeleien versehen. An eine Wand war eine Art Kalender gemalt worden. Der Gefangene hatte jeden verbrachten Tag mit einem Strich sichtbar gemacht. So verschaffte er sich einen Überblick und wusste, wie viele Tage er noch in dieser Zelle zu verbringen hatte. Mit jedem weiteren Strich rückte seine Hoffnung auf Entlassung näher.

Sicher, wir führen keine Strichliste im Blick auf die Wiederkunft unseres Herrn. Dennoch gibt es etwas, das  uns täglich Kraft gibt, den angefangenen Weg bis zum Ende fortzusetzen – trotz Schwierigkeiten, Leid,  Entbehrung  oder Verfolgung. Wir haben das Versprechen unseres Herrn, der gesagt hat: Ich bereite euch eine Stätte und komme wieder, um euch zu mir zu holen. „Hoffnung macht stark“ weiterlesen