Augenöffner

So lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.  Matthäus 5, 16

Die Bergpredigt ist die Regierungserklärung Jesu. Alle Gebiete des Lebens hat er mit einbezogen und skizziert einen Menschen, den er von innen her erneuern will, um ihn als Licht und Salz der Welt zurückzugeben. Ihr seid das Salz der Erde! Ihr seid das Licht der Welt – Wenn es euch nicht gäbe, hätte diese Welt keine Hoffnung. Die Völker würden in Finsternis verharren und am Sinn des Leben vorbeileben. – Ich rechne mit euch! Kann eine Berufung bedeutungsvoller ausfallen?

Gute Werke allein sind kein Beweis dafür, dass jemand ein Jünger des Herrn ist. Nach allgemeinem Verständnis hat man die Bedeutung der Kirche im sozialen Bereich angesiedelt. Das hat Jesus so nicht gesehen. Ihr Auftrag ist und bleibt, das rettende Evangelium in die Welt hinauszutragen. Kein Mensch wird auf Grund seiner guten Werke selig, sondern dadurch, dass er den Retter der Welt als seinen Heiland persönlich annimmt. „Augenöffner“ weiterlesen

Trittbrettfahrer oder Nachfolger

Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. 2. Mose 12, 38

Die Zeit war gekommen, dass die Gefangenschaft der Juden zu Ende ging. Jeder war beschäftigt, seine Zelte abzubrechen, sein Vieh zu sammeln und sich auf die Reise zu begeben. Kanaan sollte es sein, ein Land, darin Milch und Honig fließen. Allein 600.000 Männer zählten sie, ohne Frauen und Kinder.

Der obige Vers scheint nur eine Randnotiz zu sein, aber ausgerechnet diese Fremden wurden später für alle zum großen Verhängnis. Sie waren es, die in der Wüste zu murren begannen, weil ihnen das Manna nicht mehr schmeckte. Fleisch wollten sie! Die Folge war, dass alles Volk schlussendlich mit einstimmte. 4. Mos. 11, 4. „Trittbrettfahrer oder Nachfolger“ weiterlesen

Klug wie eine Schlange

Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Matthäus 10, 16

Jesus sendet seine Jünger aus mit dem Auftrag, die gute Nachricht zu verkündigen. Er fügt hinzu, dass sie diesen Dienst unter Wölfen tun werden, die immer bereit sind, sie zu verfolgen und auszuschalten. Weil die christliche Botschaft eine Botschaft der Liebe ist, haben ihre Diener keine Waffen, wie der Feind sie benutzt. Deshalb sagt Jesus, seid klug oder besonnen wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. „Klug wie eine Schlange“ weiterlesen

Der Verkläger der Brüder

Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinausgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder; der sie verklagte Tag und Nacht vor unserem Gott. Offenbarung 12, 10

Die Bibel gibt Satan etwa vierzig Namen, die sein Wesen und seine Absichten offenbaren. Er wird nicht nur der Vater der Lüge genannt, der Mörder oder der brüllende Löwe, – hier erhält er einen Namen, der die Absicht verrät, Menschen, die Gott gehören, aus dem Verkehr zu ziehen. Ein klassisches Beispiel ist Hiob. Obwohl sein Lebenswandel untadelig war, trat Satan vor den Herrn und begann seine Motivation in Frage zu stellen. Gott ließ es zu, dass Leid über Hiob kam damit offenbar werde, ob seine Herzenshaltung echt sei oder nicht. „Der Verkläger der Brüder“ weiterlesen

Leben mit Fundament

Ich will euch zeigen, wie der Mensch aussieht, der zu mir kommt, meine Worte hört und sie auch tut: Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baut. Er schachtete tief aus und setzte das Ganze auf Felsengrund. Wenn dann der Strom anschwillt, brausen seine Wellen wohl gegen das Haus, aber sie können es nicht erschüttern, es ist fest gegründet. Lukas 6, 47-49

Jesus hatte beobachtet, wie Häuser gebaut wurden und gesehen, dass es Menschen gab, die dabei Geld und Mühe sparen wollten. „Auf die Schnelle“ lautete die Devise, und dazu muss es  billig sein. So wurde bald  begonnen und  schon war das Haus fertig. Während der Möbelwagen bereits vor der Tür stand, wurde nebenan immer noch gegraben. Ich kann mir vorstellen, es gab bissige Kommentare wie: rückständig, überholt altmodisch, – bis das Unwetter kam! „Leben mit Fundament“ weiterlesen

Ich bin nicht allein

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen. Psalm 139, 9-10

Die grausamen Verbrechen des Terrors in der Metro und einem Bus in London erschütterten damals die Menschen weltweit. Nach den Verbrechern und ihren Hintermännern wurde gesucht. Einer war über den Kanal nach Frankreich und weiter über die Schweiz nach Italien geflohen, wo er sich bei Freunden versteckt hielt. Eigentlich unauffindbar. Doch sein Handy verriet ihn. Die Polizei hatte seine Gespräche ständig abgehört, die Signale verfolgt und ihn gefasst! Diese Meldung erschien mir fast unglaublich. Was vermag der Mensch heute alles dank der Technik zu tun. So wird in ähnlicher Weise fast jedes Kapitalverbrechen aufgedeckt. „Ich bin nicht allein“ weiterlesen

Auf der Flucht von Gott

Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem Herrn nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Japho und fand ein Schiff, denn er wollte dem Herrn aus den Augen kommen. Jona 1, 3

Jonas Geschichte ist ein Drama in mehreren Akten. Er begab sich auf die Flucht vor Gott, als er nach Ninive gerufen wurde. Zum Schluss ging er hin, predigte, und eine ganze Stadt kehrte um und jeder brachte sein Leben mit Gott in Ordnung. Trotz seines großen Erfolges war Jona nicht glücklicher geworden. Er hätte lieber ihren Untergang gesehen. Nimm dir die Zeit und lies die ganze Geschichte.

Heute soll uns die Frage interessieren, warum ein Mensch sich auf die Flucht begibt, wenn Gott ihn ruft. Das kann verschiedene Gründe haben. Zunächst müssen wir uns sagen lassen, daß der Mensch ein feindliches Verhältnis zu seinem Schöpfer hat. Das wird in der Regel erst dann sichtbar, wenn Gott ihm in den Weg tritt und ihn ruft. Dann spätestens zeigt sich seine wahre Herzenshaltung. „Auf der Flucht von Gott“ weiterlesen

Wenn Vergebung schwer fällt

Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünden, dass sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! Aber Joseph weinte, als sie solches zu ihm sagten. 1. Mose 50, 17

Joseph war großes Leid geschehen. Bei einer günstigen Gelegenheit hatten seine Brüder, einfach aus einer üblen Laune heraus, ihren Bruder an vorüber ziehende Händler verkauft und das Geld eingesteckt und so getan, als sei nichts geschehen. Ihren Vater belogen sie und sagten, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Als der Vater vor Gram fast zu sterben drohte, wagten sie es, ihn mit billigen Lügen zu trösten. Die Jahre vergingen, aus Joseph wurde ein angesehener Staatsmann in Ägypten. Etwa dreißig Jahre später standen seine Brüder erneut vor ihm und baten ihn um Vergebung für ihre böse Tat. Joseph weinte und willigte freudig ein und sagte: Zwar gedachtet ihr mir Böses zu tun, aber Gott hat es zum Guten gewendet, um das auszuführen, was jetzt klar zu Tage liegt, nämlich um viele Menschen am Leben zu erhalten. „Wenn Vergebung schwer fällt“ weiterlesen

Annehmen können

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten wir das Böse nicht auch annehmen? Hiob 2, 10

Es gibt keinen Leidenden in der Bibel, der sein Schicksal so würdig aus der Hand Gottes genommen hat wie Hiob. Über Nacht ist er ein einsamer, armer und kranker Mann geworden; dennoch erhebt er sich mit kühnem Geist und akzeptiert den Verlust seiner sieben Kinder. Dazu verlor er seine ganze Habe und seine Gesundheit. Kühn erhebt er sein Haupt und bringt Gott einen Lobgesang dar. Alles, was ihm noch verblieben war, war seine Beziehung zu Gott. „Annehmen können“ weiterlesen

Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit, und alle Dinge unter dem Himmel haben ihre Stunde. Prediger 3, 1

Wer einen geistlichen Dienst tut, investiert sein Leben in Menschen. Eine Gemeinde entsteht und man kann sie nach Jahren harter Arbeit als sein Lebenswerk betrachten. Hier fühlt man sich Zuhause und jeder kennt jeden. Bei vielen konnte man ihre geistliche Entwicklung über Jahrzehnte mitverfolgen und sogar mit gestalten.

Inzwischen aber ist eine neue Generation herangewachsen. Die Arbeit wird schwerer. Die jungen Leute haben ihre eigenen Vorstellungen über verschiedene Dinge. Sie möchten sie durchsetzen. Der Gründer aber wehrt ab. Veränderungen mag er nicht. Eigentlich sollte er sich einen neuen Wirkungskreis suchen, aber dazu ist er nicht bereit. Er hat es gut hier und hat es sich bequem eingerichtet. „Alles hat seine Zeit“ weiterlesen