Am Ziel bereits angekommen

Ihr seid vielmehr zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes hinzu getreten, zum himmlischen Jerusalem, zu einer festlichen Versammlung von vielen Tausenden Engeln, zu der Gemeinde der Erstgeborenen, deren Namen im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alles, und den Geistern der vollendeten Gerechten und dem Mittler des Neuen Bundes.  Hebräer 12, 22-23

In der Bibel gibt es Aussagen, die paradox klingen und dennoch real sind. In der Nachfolge Jesu sind wir noch auf dem Weg. Unser Ziel ist die himmlische Welt. Viele mühen sich viele Jahrzehnte, ehe der Zeitpunkt kommt, wo Gott sie von dieser Welt abberuft in die himmlische Heimat. Auf der andern Seite sind wir bereits am Ziel angekommen und mitten drin, umgeben von Engeln und den uns vorangegangenen Heiligen, und Gott, unserem Vater, und Jesus Christus unserem Herrn. Kann der Verstand das erfassen?

Hier begegnen wir einem Geheimnis, das nur der verstehen kann, der Gottes Geist in sich trägt. Mit der Wiedergeburt wohnt Christus in unserem Herzen. Eph. 3, 17. Damit hat die zukünftige Welt bereits von uns Besitz ergriffen. Wir sind Bürger dieser Welt geworden und nach Hause gekommen. „Am Ziel bereits angekommen“ weiterlesen

Jerusalem im Brennpunkt

Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zu der Versammlung… Hebräer 12, 22

Die Stadt Jerusalem gehört ohne Zweifel zu den interessantesten Städten weltweit. Das statistische Jahrbuch von Jerusalem listet 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen auf. Für Juden, Christen und Muslime ist sie Symbol ihres Glaubens, ist sie doch die Stadt Abrahams, Davids und Jesu Christi, für die Muslime auch die Stadt Mohammeds. Im Alten Testament wird Jerusalem 632 mal erwähnt. Sowohl die Stadt Jerusalem als auch das Land und Volk Israel stellt die Bibel als Gottes Eigentum dar. Bedeutsam sind hier die Zusagen Gottes an diese Stadt. „So spricht Gott der Herr: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher! Hes. 5, 5. Heute ist die Klagemauer, die westliche Umfassungsmauer des Tempelbezirks, ein heiliger Ort für Juden. Nur der Tempelberg selbst übertrifft sie an Bedeutung. 1988 gab Jordanien seinen Anspruch auf Ostjerusalem auf. Im selben Jahr rief die PLO den Staat Palästina aus und erklärte Jerusalem zu seiner Hauptstadt, was bis heute reine Fiktion ist. Damit bleibt Jerusalem die umstrittenste Stadt der Welt und Brennpunkt der Geschichte im Nahen Osten.

Für Christen hat Jerusalem in erster Linie eine geistliche Bedeutung. Es heißt: Ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zu der Versammlung.

Das himmlische Jerusalem ist das Ziel unserer Pilgerschaft. Der Apostel Johannes hatte eine Schau von der zukünftigen Welt und dieser Stadt. Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall. Offb. 21, 10-11. Dieses Jerusalem liegt jenseits von Raum und Zeit und wird deshalb auch nicht umkämpft, wie es in Israel über Jahrtausende der Fall war. Dennoch: Der Teufel versucht, uns den Blick für das Ziel unserer Christusnachfolge zu verdunkeln. Gelingt ihm das, verbleibt uns nur noch unser zeitliches Dasein. Dann heißt es: Ich wünsche dir, dass es dir hier wohl ergehen möge, dass du immer gesund bleibst und deine Frische nie verlierst, dass du im Leben immer Erfolg haben mögest und lange lebest auf Erden.

Wer wagt es dann noch mit Paulus zu sagen: Nicht, dass ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Phil. 3, 12-14.

Bei allen Aktivitäten im Reich Gottes lasst uns Menschen sein, die bewusst für die Ewigkeit leben. Tritt diese Hoffnung in den Hintergrund, sind wir bald erschöpft und beginnen zu resignieren. Allein das Wissen um eine bessere Welt gibt uns immer wieder Kraft. Wenn wir wissen, für was wir leben, ist das Wie viel leichter zu ertragen. Ich wünsche dir einen vom himmlischen Licht durchfluteten Tag.

Drinnen oder draußen

Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche zubereitet zur Rettung seines Hauses, da er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; und durch seinen Glauben sprach er der Welt ihr Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Hebräer 11, 7

In fast allen Religionen, bis in die Urwälder Brasiliens bei den Indianern, wird über die Geschichte einer Sintflut gesprochen. Der Schreiber obiger Worte benutzt sie, uns die Frage zu stellen, wie wir zu Jesus Christus stehen. Jesus ist die Tür und wer durch sie eingeht, bekommt Zugang zur Welt Gottes und darf für immer bei ihm sein, wenn er diese Welt verlassen muss. „Drinnen oder draußen“ weiterlesen

Auf Kurs bleiben

Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben. Hebräer 2, 1

Damit der Steuermann seinen Zielhafen erreichen kann, muss er den Weg über die Weiten des Ozeans kennen. Die meisten Schiffskatastrophen geschahen nur deshalb, weil es an Navigation mangelte. Winde oder Strömungen sorgten dafür, dass das Schiff vom Kurs abgetrieben wurde und an einem Felsen zerschellte. In früheren Jahren orientierte man sich an der Sonne oder dem Polarstern. So musste ständig die Position neu bestimmt werden, um den Kurs zu korrigieren.

Diesen Gedanken verwendet der Schreiber des obigen Textes. Christenmenschen befinden sich auf einer Seereise; sie möchten den Heimathafen erreichen – die Welt Gottes. Sie wissen aber auch um ihren Widersacher, den Teufel. Dieser versucht, das Schiff vom Kurs abzubringen, das müssen wir erkennen und dagegen steuern; das können wir navigieren nennen. Viele haben das versäumt und sind auf der Strecke geblieben. So liegt ihr Schiff zerbrochen irgendwo auf einer Sandbank. Paulus schreibt: Demas hat mich verlassen und ist wieder in sein altes Leben zurückgekehrt. 2. Tim. 4, 10. „Auf Kurs bleiben“ weiterlesen

Menschen mit Profil

Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisegebote, von denen keinen Nutzen haben, die damit umgehen. Hebräer 13, 9

In diesen Tagen brauchte mein Auto einen Service. Kaum hatte ich den Wagen in die Firma gebracht, klingelte auch schon das Telefon: Ihre Reifen müssen unbedingt erneuert werden, das Profil ist abgefahren und es besteht die Gefahr, bei schlechtem Wetter die Spur zu verlieren und das kann Ihr Leben kosten. Aus dem kleinen Service wurde nichts, es gab eine hohe Rechnung. Jetzt habe ich Reifen mit Profil und darf mich im Verkehr um einiges sicherer fühlen.

Der Begriff „Profil“ wird in unserer Sprache vielfach verwendet, so auch für den Charakter eines Menschen. Wir sprechen dann von einem Persönlichkeitsprofil. Dann ist das Profil die Summe meiner Persönlichkeit.

Festigkeit ist gefragt. Menschen mit einem festen Herzen sind Menschen mit Profil. Es gibt Menschen mit starkem Profil, wenn es um den persönlichen Erfolg geht. Geht es aber um moralische Werte, dann fehlt es in den meisten Fällen daran. Damit Profil entstehen kann, bedarf es einer gesunden Lehre und der Hilfe Gottes. Es heißt: …welches geschieht durch Gnade.

Unserer Gesellschaft wird es immer schwerer gemacht, ein gesundes Profil zu entwickeln. Sind unsere Medien nicht schon längst die obligatorischen Vordenker geworden? Nicht wir entscheiden, sondern sie bestimmen, was zu konsumieren ist oder wie unsere moralischen Wertvorstellungen auszusehen haben. Profillose Eltern schaffen profillose Kinder. Weil sie kein Vorbild sind, müssen sie sich nicht wundern, wenn ihre Kinder keinen Respekt haben und tun, was sie wollen. Darum, weil sie selbst nicht wissen, was zu einem optimalen Leben gehört, fehlt ihnen die Autorität zur gesunden Erziehung. Ein sicherer Arbeitsplatz, Wohlstand, Gesundheit oder eine gesicherte Rente sind keine Werte mit denen man sein Leben krisenfest gestalten kann. Wenn ein Volk nicht im Sumpf von Unmoral und Kriminalität versinken soll, braucht es moralische Werte, Leitplanken, die aufzeigen, wo die Fahrbahn zu Ende ist. Dann heißt es: Bis hierher und nicht weiter! Menschen mit gesundem Profil sind gefestigte Persönlichkeiten. Sie folgen nicht jedem Trend, sondern denken nach und bilden sich eine eigene Meinung. Menschen ohne Profil dagegen können in der Versuchung die Spur nicht halten und geraten ins Rutschen oder kommen unter die Räder. Bin ich ein Mensch mit Profil, dann ist mein Wort ein „Ja“, was dann auch ein „Ja“ bedeutet; oder ein „Nein“, was dann auch bei einem „Nein“ bleibt. Solche Menschen prägen ihr Umfeld. Sie hinterlassen eine Spur, die Zeichen setzt und Orientierung gibt. Es sind Menschen mit einem festen Herzen.

Vielleicht hattest du nicht das Vorrecht, in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen zu sein. Vielleicht waren deine Eltern profillos und du bist ohne Leitplanken herangewachsen. Für neue Reifen sorgte meine Werkstatt, – ebenso möchte Gott uns helfen, ein gesundes Profil zu bekommen. Darum schenkt er uns den Heiligen Geist. Er ist eine Leben spendende und erneuernde Kraft. Dann kannst auch du sagen: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2. Kor. 5, 17

Straft Gott die Menschen?

Mein Kind, denke nicht geringschätzig von der Erziehung des Herrn! Verzage aber auch nicht, wenn du von ihm gestraft wirst! Der Herr erzieht nur, wen er lieb hat; er züchtigt nur den, den er als Sohn anerkennt. Hebräer 12, 6

Als ich noch die Schule besuchte, waren Züchtigungen an der Tagesordnung. Der Stock war des Lehrers liebstes Werkzeug. Die Kirche stand dem keineswegs nach, auch sie verstand sich als Erzieherin des Volkes. So gab es auferlegte Strafen, die als Bußübung verstanden werden sollten, bis hin zum Ausschluss oder dem Scheiterhaufen.

Man nahm sich das Recht dazu aus der Bibel, schließlich züchtigt Gott die Menschen und sie verstand sich als Exekutive. Mag das ein Grund dafür sein, dass heute so viele Menschen im christlichen Abendland der Kirche den Rücken kehren? Eine Grundaussage über Gottes Wesen ist, dass Gott Liebe ist. Alles, was Gott denkt, sagt und tut, hat immer das Wohl der Menschen zum Ziel. Liebe handelt nie grausam. Wenn Jesus eine Geißel nahm, um die Händler aus dem Tempel zu treiben, dann tat er es aus Liebe zu denen, welche hier in Ruhe anbeten wollten. Ob die Händler den Sinn der Geißelhiebe wohl so verstanden hatten? Gott ist aber auch gerecht. Gerechtigkeit hat immer etwas mit Recht und Unrecht und Vergeltung zu tun. „Straft Gott die Menschen?“ weiterlesen

Glaube ist Vertrauen

Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, als er berufen war, auszugehen in ein Land, das er ererben sollte, und er ging aus und wusste nicht, wo er hinkäme. Hebräer 11, 8

Hast du schon mal eine Reise unternommen, ohne zu wissen wohin sie gehen soll? Ich bin in meinem Leben viel gereist. Dabei war es selbstverständlich, dass ich mich zuvor gründlich darauf vorbereitete. Ich erkundigte mich über das Land, die Menschen, ihre Lebensgewohnheiten, ob und wo es Sehenswürdigkeiten gibt. Nicht zuletzt wollte ich vorher wissen, an welchem Tag, zu welcher Zeit und mit welchem Flugzeug ich zu welchem Flughafen fliegen müsste. Nichts wurde dem Zufall überlassen. „Glaube ist Vertrauen“ weiterlesen

Lass dich nicht entmutigen

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber ist euch not, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das verheißene Erbe empfanget. Hebräer 10, 35-36

Als der berühmte Paganini anlässlich eines Festes sein erstes Konzert gab, sprang ihm in der Aufregung eine Saite nach der anderen, bis nur noch eine übrig blieb. Aber das war sein Glück! Er gab nicht auf, sondern sah darin eine Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Nie gehörte Töne und Melodien entlockte er seinem Instrument. Damit imponierte er seinen Zuhörern und der Beifall wollte kein Ende nehmen. Paganini war durch diese Panne über Nacht zu einem begehrten Künstler geworden.

Das Konzert Paganinis kann ungewollt über Nacht unser eigenes „Konzert“ werden. Bei aller Anstrengung und gutem Willen reißt eine Saite nach der anderen und alles scheint in Frage gestellt zu sein. Das kann den Fortbestand einer Ehe ebenso betreffen, wie die Arbeit im Reich Gottes oder unsere gesundheitliche Verfassung. Anstatt jetzt mit der einen, noch verbliebenen Saite weiterzuspielen, geben wir auf und das „Konzert“ findet nicht statt. „Lass dich nicht entmutigen“ weiterlesen

Keine Entmutigung annehmen

Darum heißt es: Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden! Bleibt auf dem geraden Weg, damit die Schwachen nicht fallen, sondern neuen Mut fassen und wieder gesund werden. Hebräer 12, 12

Wie oft wollten die Juden in der Wüste ihre Reise abbrechen und umkehren. Hiob war so entmutigt, dass er den Tag seiner Geburt zu verfluchen begann. Elia war so verzagt, dass er in die Wüste floh und sich den Tod wünschte. Petrus war so desillusioniert, dass er wieder fischen gehen wollte. – Es gibt kaum jemanden, der nicht schon mal entmutigt war und aufgeben wollte. „Keine Entmutigung annehmen“ weiterlesen

Gibt es ein Zu spät?

Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht. Hebräer 4, 7 b

Der Schreiber dieser Zeilen nimmt Bezug auf die Wüstenwanderung der Juden. Sie hatten ihre Herzen immer wieder von Gott abgewandt, bis hin zur völligen Verstockung. Das Ergebnis war, dass niemand das Ziel erreichte. Im Neuen Testament bekommt dieses Wort eine viel tiefere Bedeutung. Jetzt geht es um die Ewigkeit.

Das Ziel unserer Reise ist die zukünftige Welt. Wer diese verfehlt, geht ewig verloren. Sein Weg endet in der Hölle. Warum erwähnte Christus die Hölle öfter als den Himmel und drohte seinen Zuhörern mit schrecklichsten Strafen? „Gibt es ein Zu spät?“ weiterlesen