Weisheit finden

Der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit, und erwirb Einsicht mit allem, was du hast. Sprüche 4, 7

Wenn ich mich im Reich Gottes umschaue, entdecke ich neben vielem Guten auch Dinge, die mein Herz traurig machen. Wie viele Fehlentscheidungen wurden getroffen und haben gesegnete Werke ins Unglück gestürzt. Wie vielen Menschen wurde Schaden zugefügt, nur weil man unweise gehandelt hat. Wie oft wurde der Heilige Geist betrübt und der Gottesdienst wurde zur Qual, nur weil es an Weisheit fehlte. Wie oft wurde den Feinden des Evangeliums die Munition geliefert, mit der sie Gottes Reich zu zerstören versuchen, nur weil Unweisheit im Spiel war. Wie viele Gelegenheiten wurden verpasst, nur deshalb, weil Gott uns nicht raten konnte.

Gott ist ein Gott der Weisheit. Alles, was er schuf, schuf Er aus Weisheit. Mit Weisheit regiert Er die Völker. Er sandte uns Jesus, damit auch wir in der Weisheit Gottes zu leben und zu handeln vermögen. „Weisheit finden“ weiterlesen

Segen der Gottesfurcht

Die leibliche Übung ist wenig nütze, aber die Gottesfurcht ist zu allen Dingen nütze und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens. 1. Timotheus 4, 8

Religionen fürchten ihre Götter. Stets drohen diese mit Strafe und immer wieder müssen sie mit Opfern und Gebeten wohlgestimmt werden. So ist Religion auch das Geschäft mit der Angst. Gottesfurcht ist keine Furcht vor Gott, sondern eine Haltung dem Schöpfer gegenüber.

Wir können erkennen, ob wir gottesfürchtige Menschen sind.
Ich betrachte mich als ein Geschenk von Gott und habe mich bejaht und danke Ihm für mein Leben. Das ist nicht bei jedem so. Viele befinden sich ständig im Krieg gegen sich selbst. Sie lehnen sich ab und beginnen an sich herumzuflicken, anstatt zu sagen: Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. Ps. 139, 14. Das ist Gottesfurcht. „Segen der Gottesfurcht“ weiterlesen

Drei Beine wackeln nicht

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1. Korinther 13, 13.

Beim Fotografieren kommt es vor, dass ich ein Stativ mit drei Beinen benutze. Der Vorteil ist: ich kann es auch da aufstellen, wo der Boden uneben ist oder sich in einer Schräglage befindet. Immer steht es fest. Ein Stativ wackelt nie. Bei Gott ist es nicht anders. Er möchte unser „Stativ“ sein. Wer auf Ihn gegründet ist, hat immer festen Boden unter seinen Füßen. Wenn ich obigen Text von diesem Gedanken her betrachte, dann sind Glaube, Hoffnung und Liebe diese drei „Beine“, die uns im Leben einen festen Halt geben wollen, egal wie es verlaufen mag. Heute wollen wir uns mit diesen drei „Beinen“ beschäftigen und sehen, wie gut unser Gott zu uns ist. „Drei Beine wackeln nicht“ weiterlesen

Dankopfer

Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer mir den Weg bahnt, dem zeige ich Gottes Heil. Psalm 50, 23

Dank spielte im Alten Testament eine große Rolle. Immer wieder wurden Dankopfer dargebracht, um Gott damit zu ehren. Es gab Dankchöre zur Zeit Nehemias, deren Aufgabe es war, Gott für seine großen Taten zu loben. Viele Psalmen sind Dankpsalmen, die während der Gottesdienste von großen Chören gesungen wurden. Wir finden Geschichten, in denen Dank und Lobgesang dazu beigetragen haben, Schlachten zu gewinnen. 2. Chron. 20, 22, – oder die Kraft des Feuers auszulöschen oder die Türen des Gefängnisses zu öffnen. Apg. 16, 25-26.

Dankbarkeit ist ein Schlüssel, den Gott uns in die Hände gelegt hat. Nicht umsonst schreibt Paulus, dass wir Dank sagen sollen allezeit und für alles. Eph. 5, 20. Was ist das Geheimnis dieses Schlüssels? „Dankopfer“ weiterlesen

Mut zur Stille

Aber die Gottlosen sind wie das ungestüme Meer, das nicht still sein kann. Jesaja 57, 20

Wir hatten die Küste erreicht. Zum ersten Mal in meinem Leben stand ich am Meer. Welch ein Anblick, dachte ich. Bis zum Horizont nur Wasser, und alles schien in Bewegung zu sein. Welle auf Welle ergoss sich auf den Strand, Tag und Nacht ohne Aufhören.

Vor mir lag ein Gegenstand, den eine Welle weit auf das Ufer hinaufgespült hatte. Ich nahm ihn und warf ihn wieder hinaus auf das Wasser. Mal sehen, was geschieht, dachte ich. Es dauerte nicht lange und er lag fast wieder an der gleichen Stelle. – „Mut zur Stille“ weiterlesen

Segen guter Gemeinschaft

Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; auch niemand sprach von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Apostelgeschichte 4, 32

Gute Beziehungen sind das halbe Leben. Der Herr sprach zu Adam: Es ist nicht gut, dass du allein bist, ich will dir eine Gehilfin schaffen. Ohne fremde Hilfe ist der neugeborene Mensch nicht lebensfähig. Von Natur aus kann er reinweg nichts, als nur weinen und Tränen vergießen. Alles, was er zum Leben braucht, muss er sich in mühevoller Weise aneignen und dazu braucht er Hilfe von außen. So können wir sagen, dass unser Wissen geliehenes Wissen ist: Man hat es uns beigebracht. So gibt es kein Grund, auf sein Wissen stolz zu sein.

Es ist eine Tragödie, dass der Mensch, obwohl er immer näher zusammenrücken muss, immer einsamer wird. Fast die Hälfte aller Haushalte sind Singlehaushalte. Der moderne Mensch lebt zwar mitten im Gewühl, wird aber trotzdem immer einsamer. „Segen guter Gemeinschaft“ weiterlesen

Heilsame Unwissenheit

Jesus antwortete und sprach zu Petrus: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Johannes 13, 7

Bevor Jesus seinen Weg zum Kreuz ging, feierte er mit seinen Jüngern noch das Passamahl. Anschließend wusch er ihnen die Füße. Petrus war das peinlich: „Herr solltest du meine Füße waschen?“ sagte er entrüstet. Die Erklärung Jesu klingt geheimnisvoll: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Wir erfahren an keiner Stelle den tieferen Sinn dieser Handlung. Das Einzige, was wir wissen, ist, dass Jesus seinen Jüngern empfiehlt, sich gegenseitig ebenfalls die Füße zu waschen. Sicher keine heilsnotwendige Tat aber eine gute Demutsübung. Mir drängt sich die Frage auf, ob es immer gut ist, alles verstehen zu können, was Gott tut.

Was würden wir zum Beispiel tun, wenn wir alle Ereignisse, die uns begegnen werden und niederdrücken wollen, im Voraus wüssten? Würden wir diesen nicht behutsam aus dem Weg gehen, damit wir es leichter haben? Zwar hört man immer wieder den Slogan: Lass deine Seele baumeln. Ob das auf die Dauer aber gut ist? Wären die Folgen nicht ein Leben ohne nennenswerte Höhepunkte. Es wäre ein farbloses und langweiliges Dasein. Bei jeder Herausforderung würde man einbrechen und resignieren und Gott die Schuld an seinem bedauernswerten Zustand geben.

Ich möchte kein langweiliges Leben. Ich möchte Gott erleben. Ich liebe das Abenteuer, die Herausforderung. Ich möchte Spuren hinterlassen, an denen andere sich orientieren können. Das alles ist ohne Gottvertrauen nicht möglich. Wie aber kann ich Gott vertrauen und mich von ihm abhängig machen, wenn ich alles schon im voraus weiß? Was könnte mich dann noch ins Gebet treiben, um Gott um Rat und Hilfe zu bitten? Wie könnte mein Herz eine Last empfinden oder den Schmerz für Menschen, die ewig verloren gehen? Wenn ich das alles möchte, muss ich in Kauf nehmen, dass Jesus auch zu mir sagt: Was ich jetzt tue, das weißt du nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Das tröstet mich, denn der Tag wird kommen, wo mein ganzes Leben wie ein ausgebreiteter Teppich vor mir liegen wird und ich die dunklen und hellen Fäden sehen werde, die seine Hand kunstvoll zu einem großartigen Muster zusammengewirkt hat, und das alles für meine zukünftige Herrlichkeit. Dann spätestens werde ich keine Fragen mehr haben. Dafür wird aber der König sein großes Taschentuch nehmen, um mir die letzten Tränen zu trocknen.

Was würden wir tun, wenn wir den Tag seiner Wiederkunft wüssten?

Gäbe es dann noch etwas, das uns zur Wachsamkeit antreiben könnte? So danke ich Gott dafür, dass ich diesen Tag nicht kenne. Die Unwissenheit hält mich wach. Sie sorgt dafür, dass ich immer genügend Öl in meiner Lampe habe, damit ich dem Bräutigam, wenn er dann kommt, mit einem brennenden Herzen entgegengehen kann. Bist du dann mit dabei?

Kann Gott alles?

Mit wem wollt ihr mich also vergleichen, dem ich gleich sei?, spricht der Heilige. Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. Jesaja 40, 25-26

Weltweit finden Katastrophen statt und jedes Mal steht die Frage im Raum: Wo war Gott? Eine leidgeprüfte Mutter fragt: „Warum hat Gott mir mein Kind von der Seite gerissen? Hätte er das nicht verhindern können, wenn er allmächtig ist?“ Es fällt auf, dass Gott immer dann ins Gespräch kommt, wenn das Schicksal zugeschlagen hat. Dann wird er auf die Anklagebank gezerrt und zur Rechenschaft gezogen. Verläuft aber alles nach Plan, kommt niemand auf die Idee, Gott zu danken und nach seinem Willen zu fragen. „Kann Gott alles?“ weiterlesen

Ein Jünger, was ist das?

Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern.  Matthäus 28, 19

Matthäus gebraucht das Wort „Jünger“ zum ersten Mal in der Bergpredigt Jesu. Da heißt es: Er setzte sich auf einen Berg und seine Jünger traten zu ihm und er lehrte sie. Ich habe nachgeschaut, welches Wort andere Übersetzer für Jünger gebrauchen. Die englischen Übersetzungen verwenden für Jünger das Wort „disciples“, das soviel heißt wie Disziplinierte. Eine schwedische Übersetzung benutzt das Wort „efterföljare“, das soviel heißt wie Nachfolger sein. „Ein Jünger, was ist das?“ weiterlesen

Du bist nicht wehrlos

Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Epheser 6, 16-17

Paulus fasst seine Ausführungen zusammen und spricht von einem Schild, einem Helm und einem Schwert. Eigentlich will er sagen, dass Christenmenschen nicht wehrlos den feindlichen Strömungen gegenüberstehen. Sie dürfen gegen den Strom schwimmen, bis sie das Ziel ihres Glaubens erreicht haben.

Für meine Predigt hatte ich diesen Text gewählt und besorgte mir einen Schild, einen Helm und ein Schwert. Meine Zuhörer waren nicht wenig erstaunt, als ich so in voller Montur vor ihnen stand, um zu predigen. „Du bist nicht wehrlos“ weiterlesen

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