Da hilft nur das Experiment

Wenn jemand entschlossen ist, Gottes Willen zu tun, wird er erkennen, ob diese Lehre aus Gott stammt oder ob ich von mir selbst rede. Johannes 7, 17

Es werden immer härtere Diskussionen darüber geführt, welche Religion die richtige sei. Ob Allah auch der Gott der Bibel ist oder nicht. Es wird auch nicht davor zurückgeschreckt, die Bibel immer heftiger in Frage zu stellen. Ist sie Gottes Wort oder enthält sie Worte von Gott. Immer neue Bücher werden über Jesus Christus geschrieben. Autoren behaupten, Er sei verheiratet und  ein ganz gewöhnlicher Mensch gewesen. Der Leser steht verwirrt daneben und weiß nicht, was er glauben soll.

Um herausfinden zu können, ob die Bibel Wahrheit ist oder Lüge, muss der Fragesteller etwas tun. Er muss beginnen, Gottes Wort ernst zu nehmen und in die Tat umzusetzen. Erst dann wird er erkennen, ob es Gottes Wort ist oder von Menschen erdacht wurde. Das sagt Jesus im obigen Vers. „Da hilft nur das Experiment“ weiterlesen

Der ungeteilte Rock

Die Kriegsknechte aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht einen Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenäht, von oben an gewebt durch und durch.
Johannes 19, 23

Von keinem Menschen auf der Welt gibt es eine so detaillierte prophetische Voraussage wie von Jesus. Es gab keine Details, worüber die Propheten nicht zuvor geweissagt hatten. Dass die Bekleidung Jesu verlost wurde und dabei Sein Rock ungeteilt bleiben sollte, war ebenfalls Teil der prophetischen Erfüllung. Allein das ist Grund genug, sich mit Seiner Person zu befassen.

Ich möchte den ungeteilten Rock als Symbol für das Leben Jesu sehen. Es gab nichts Gutes auf der Welt, was nicht in Jesus vorhanden war. Er war nicht nur vorbildlich in Seinem Wandel, Er war auch einmalig in Seinen Worten und Taten. Niemand vor Ihm hatte je solche Worte gesprochen wie Er. Seinen Hörern drangen sie tief ins Herz. Kamen sie in Seine Nähe, überkam sie ein heiliger Schauer. Viele fielen vor Ihm zu Boden, fingen an zu weinen und bereuten ihre Sünden. „Der ungeteilte Rock“ weiterlesen

Erhörlich beten

Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir Zuversicht zu Gott und was wir bitten, werden wir von ihm empfangen. 1. Johannes 3, 21-22

In meiner Nachfolge erlebte ich immer wieder, dass ich schon früh am Morgen ein schlechtes Gewissen hatte. Dabei wusste ich nicht einmal, warum es mich bedrückte. Hatte ich gebetet, sagte mir mein Gewissen, dass es zu kurz gewesen sei. Hatte ich gefastet, hätte meine Fastenzeit auch etwas länger sein können. Opferte ich, war es sicher zu wenig. Stets gab es irgend etwas, das mich anzuklagen versuchte.

Nichts wirkt sich auf den Glauben so zersetzend aus wie ein Gewissen, das ständig verurteilt. Wenn unsere Gebete Kraft haben sollen, ist es unerlässlich, dass Geist, Seele und Leib eine geschlossene Einheit bilden. Ein ungetrübtes Gewissen ist eine Grundvoraussetzung dazu. „Erhörlich beten“ weiterlesen

Christsein verpflichtet

Andreas findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden, das ist verdolmetscht: der Gesalbte, und führte ihn zu Jesus. Johannes 1, 41-42

Andreas geht aus, sucht seinen Bruder und führt ihn zu Jesus. Jesus nimmt ihn als seinen Jünger auf, rüstet ihn mit Vollmacht aus, belehrt ihn und vertraut ihm später sogar seine Schafe an. So einfach ist es, wenn Gottes Reich gebaut wird. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die Botschaft des Evangeliums muss weitergesagt werden, wenn sie wirksam werden soll. Ein verschwiegenes Evangelium gleicht einer Unterschlagung Gott gegenüber. Als Seine Jünger eines Tages voller Jubel durch Jerusalem zogen und den Namen des Herrn und alle Seine wunderbaren Taten hoch priesen, traten die Pharisäer Jesus entgegen und forderten ihn auf, sie zum Schweigen zu bringen. Darauf Jesus: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien. Luk. 19, 37-40. Offenbar sagte er das im Blick auf die Zukunft dieser Stadt. „Christsein verpflichtet“ weiterlesen

Nicht alles wissen wollen

Jesus antwortete und sprach zu Petrus: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Johannes 13, 7

Gemeinsam feierte Jesus mit seinen Jüngern das Passah, bevor er von ihnen genommen wurde. Dabei wusch er seinen Jüngern die Füße. Petrus war das peinlich. Eigentlich hätte er oder einer von ihnen, auf die Idee kommen müssen, seinem Herrn und allen die Füße zu waschen. Hatte Jesus sie doch das Dienen gelehrt und jetzt war die Gelegenheit dazu gekommen. – Verpasst!

Petrus widersetzte sich mit den Worten: Herr, solltest du mir meine Füße waschen?  Darauf Jesus: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. „Nicht alles wissen wollen“ weiterlesen

Bis zuletzt

Vor dem Osterfest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, so liebte er sie bis ans Ende. Johannes 13, 1

Jesus hatte auch Judas erwählt und ihn mit Vollmacht ausgerüstet, obwohl Er wusste, dass er ihn eines Tages verraten würde. Er verriet ihn mit einem Kuss. Jesu letzte Worte an ihn: Mein Freund, warum bist du zu mir gekommen? – Kein Tadel, sondern unverfälschte Liebe – bis zuletzt. Der Mörder, mit Ihm gekreuzigt, bat um Gnade für sein verpfuschtes Leben. Jesu letzte Worte an ihn: Heute noch sollst du mit mir im Paradies sein. Worte des Trostes, der Hoffnung für einen Menschen, der alles andere verdient hätte, als das Paradies. Unten am Kreuz standen Jesu Peiniger. Sie waren der Meinung, Gott mit Seiner Hinrichtung einen Dienst erwiesen zu haben. Jesus betet für sie: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Seine letzten Worte – ein Gebet um Gnade, statt um Vergeltung. Vom Kreuz herab sprach Jesus zu Johannes über seine Mutter, die weinend da stand, weil sie auf grausame Weise ihres geliebten Sohnes beraubt wurde. Siehe; das ist deine Mutter und er nahm sie in seine Obhut auf. „Bis zuletzt“ weiterlesen

Blinder Eifer

Da hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es heraus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Johannes 18, 10-11

Es lag nicht lange zurück, dass Jesus dem Petrus sagte, er wolle mit ihm Seine Gemeinde bauen. Hatte er seinen Auftrag so verstanden mit einem Schwert dreinschlagen, um die Arbeit zu beginnen? Jesus stoppte seinen Eifer mit den Worten: Weißt du nicht, dass ich meinen Vater bitten könnte mir zu helfen? Zwölf Legionen Engel – das sind 72.000 – stehen bereit, mir jetzt zu helfen. Matth. 26, 53. Mit anderen Worten: Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr. Sach. 4,6 „Blinder Eifer“ weiterlesen

Der Heilige Geist verherrlicht Jesus

Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Von sich selbst wird er nicht sprechen, sondern nur das, was er hört, wird er weitergeben; auch das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen. Johannes 16, 13-14

Mit unserer Reisegruppe hatten wir das Ziel erreicht. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Schlosses Sanssouci in Potsdam. Als wir vor dem prächtigen Gebäude angekommen waren, wartete schon der Schlossführer auf uns. Seine Aufgabe war es, uns die verschiedenen Räume, ihre vielen Gegenstände und Gemälde zu erklären. Während seiner Führung ließ er die Geschichte vor unseren Augen lebendig werden. Ich erinnerte mich an den obigen Bibelvers und begriff augenblicklich, welche Aufgaben der Heilige Geist für mein Leben hat. „Der Heilige Geist verherrlicht Jesus“ weiterlesen

Mit unerfüllten Wünschen leben

Mein Lieber, ich wünsche, dass dir’s in allen Stücken wohl ergehe, und du gesund seiest, so wie es deiner Seele wohl ergeht. 3.Johannes 2

Im letzten Jahr zu Weihnachten, bekamen wir eine Fülle von Karten voll guter Wünsche zum Neuen Jahr. Da stand zu lesen: Mögen im Neuen Jahr alle deine Wünsche in Erfüllung gehen. Ein anderer wünscht, dass ich immer Glück und Erfolg haben möge und das bei guter Gesundheit. Unser Text könnte ebenfalls als Gruß auf einer solchen Karte zu finden sein: Mein Lieber, ich wünsche, dass dir’s in allen Stücken wohl ergehe, und du gesund seiest, so wie es deiner Seele wohl ergeht. –

Unter den vielen Karten gab es keinen einzigen Schreiber, der mir etwas Schlechtes gewünscht hätte. Heute habe ich sie nun von der Wand genommen. Soll ich jetzt warten, dass alles in Erfüllung geht?

Da habe ich so meine Bedenken. Aus Erfahrung weiß ich, dass das Leben bei allen guten Wünschen oft eine ganz andere Sprache spricht. Da liegen Leid und Freude oft dicht nebeneinander und ehe man sich’s versieht, kann sich alles gewendet haben und wir werden gezwungen, mit unerfüllten Wünschen weiterzuleben und sich dennoch zu freuen. „Mit unerfüllten Wünschen leben“ weiterlesen

Hast du mich lieb?

Jesus fragte zum dritten Mal: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er antwortete: Ja Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Johannes 21, 16

Petrus war zum Apostel berufen und Jesus hatte ihn mit Vollmacht ausgerüstet. Über drei Jahre zog er mit Ihm umher, lernte von seinem Meister und wirkte im großen Segen. Jetzt war sein Meister verhaftet worden; er stand vor dem Hohen Rat und die Soldaten hatten ihn gefoltert und verspottet. Petrus gesellte sich unter das Volk und schaute aus der Ferne zu. Ganz unverhofft kam für ihn die Stunde, wo er beweisen sollte, wie er wirklich zu Jesus steht. Drei Mal hatte man ihn herausgefordert, sich öffentlich zu seinem Meister zu bekennen. Im entscheidenden Augenblick leugnete er und versagte erbärmlich. Mit einem Fluch über sich selbst und einem Schwur bei Gott sagte er vor allen: ich kenne Ihn nicht. Matth. 26, 74.

Später, am See Genezareth trifft Jesus nach seiner Auferstehung Petrus und beginnt den Faden wieder anzuknüpfen um das Band der Liebe zu erneuern. „Hast du mich lieb“?, fragte er; nur vier Worte, aber genug zu allem, was vorgefallen war. Jesus hätte andere Fragen stellen können. Vielleicht wäre es jetzt angebracht gewesen zu fragen, ob er immer noch bereit sei, für ihn ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. – Drei Mal hatte er Ihn verleugnet, drei Mal durfte er jetzt widerrufen. Was hier geschah war die Wiederherstellung einer zerbrochenen Liebesbeziehung und damit die Chance, noch einmal von vorn beginnen zu dürfen. Mit dieser neuen Erfahrung konnte Petrus getrost in die Zukunft schauen. Sein Verhältnis zu Jesus war wieder hergestellt worden.

Jesus stellt unsere Liebe zu Ihm über alles Wissen, alle Offenbarungen, alle Werke und Taten. Mit seiner Frage bekommt die Liebe einen höheren Stellenwert als alles, was wir vorzuweisen haben. Liebende Versager sind ihm offenbar lieber, als Helden, die nie einen Fehler gemacht haben. In der Nachfolge gibt es für Liebe keinen Ersatz. Wer Jesus von Herzen liebt, macht sich eins mit Ihm. Er ist bereit, alles mit Ihm zu teilen und transparent zu werden. Wo wahre Liebe den Umgang bestimmt, gibt es kein Ich und Du, sondern nur noch ein Wir. Dann wird über alles gesprochen und Freud und Leid miteinander geteilt. Sie hält auch, wenn Leid und Schreck über Freunde kommt.

Jesus wollte nicht Herr über Petrus sein, dessen Befehle er ausführen sollte, sondern sein Freund. Auf dieser Basis vertraute Jesus ihm seine Lämmer und Schafe an. Damit hat ein Hirte alles gegeben, aber das mit dem Wissen, dass sein Freund damit richtig umgehen wird. Liebe wird damit zur Kernaussage des Evangeliums. Jesus fordert nicht theologisches Wissen oder großartige Leistungen, sondern echte Freundschaft zu Ihm.

Petrus sollte sich nicht Gedanken darüber machen, wie er eine ansprechende Kirche gründen könnte oder wie er die richtige Methode zum Gemeindewachstum entwickelt, um die Gläubigen in Trab zu halten. Vielmehr sollte er seine Beziehung zu Jesus pflegen, damit Liebe sein Motor wird, der Gemeinde baut und das mit Menschen, die innerlich gesund werden und Lieben weitergeben können. Dann wollen auch diese lieben, weil Liebe die höchste Umgangsform mit Menschen ist.

Darf Jesus uns heute ebenfalls die Frage nach unserer Liebe zu ihm stellen, und wie antworten wir?

Verified by ExactMetrics