Nur keinen Stress

Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde. Psalm 62, 6

Wir leben in einer von Stress geplagten Gesellschaft. Es gibt viele Faktoren, die nicht spurlos an uns vorübergehen. Bei David war es das Ausgestoßensein aus der Gesellschaft, die ständige Flucht und die Hinterlistigkeit seiner Verfolger. Ebenso können Verantwortung, Kummer und Sorgen oder das Mobbing in der Firma Stress erzeugen.

Stress erzeugt Druck, der sich wie eine unerträgliche Last auf das Gemüt legen will. Das kostet Nerven und zehrt an der Gesundheit. So können Depressionen oder physische Erkrankungen die Folgen davon sein. In einem Jahr sterben etwa 190.000 Menschen auf Grund von Stress an Herzversagen. „Nur keinen Stress“ weiterlesen

Brauche ich einen Seelsorger?

Bekennet einer dem anderen seine Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel,
wenn es ernstlich ist. Jakobus 5, 15

Der Rat eines Seelsorgers schien mir sehr wichtig zu sein, als er sagte: „Pflege deinen Garten mit Sorgfalt. Der Böse arbeitet im Verborgenen, wie die Wühlmäuse. Wenn diese erst einmal eingedrungen sind, treiben sie ihr Unwesen im Verborgenen. Sie werden ihre Arbeit nicht eher aufgeben, bis sie einen blühenden Garten zur trostlosen Wüste gemacht haben.“

Jakobus spricht die an, in deren Garten solche „Wühlmäuse“ eingedrungen sind. Der Teufel hat sie verführt und sie überwunden. Jetzt werden sie von bösen Mächten geführt und manipuliert. Sie müssen Dinge tun, die sie eigentlich verabscheuen und geraten so immer tiefer in Abhängigkeiten. Andere haben sich an Menschen schuldig gemacht und ihre böse Tat verfolgt sie Tag und Nacht. Damit ihnen geholfen werden kann, brauchen sie eine Person des Vertrauens, bei der sie sich aussprechen können. Alles was ausgesprochen wird, kommt ans Licht und was offen dargelegt wird, verliert seine Kraft. „Brauche ich einen Seelsorger?“ weiterlesen

Gottes Wort entdecken und lieben

Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder in deinem Gesetz. Psalm 119, 18

Nicht jeder, der eine Bibel besitzt, hat erkannt, welch einen Schatz er besitzt. Viele lesen zwar darin, aber irgendwann wissen sie alles, kennen jede Geschichte und stellen sich die Frage nach dem Sinn des Ganzen. Den meisten  erscheinen viele Passagen langweilig. Immer wieder dieselben Geschichten zu lesen, lässt kaum noch Begeisterung aufkommen. So begnügen sie sich mit einer Kalenderandacht oder der Predigt im Gottesdienst. „Gottes Wort entdecken und lieben“ weiterlesen

Die Bibel, kein Buch wie dieses

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Psalm 119, 105

In der Weltliteratur gibt es kein Buch, das mit der Bibel vergleichbar wäre. Einmalig ist ihre Entstehungszeit. Etwa 2000 Jahre brauchte sie zu ihrer Entstehung und wurde von etwa 40 Autoren geschrieben; diese aber lebten oft zu unterschiedlichen Zeitepochen. Inhaltlich müsste sie demzufolge voller Widersprüche sein. Das Gegenteil aber ist der Fall. Sie ist wie aus einem Stück, obwohl sie aus 66 einzelnen Büchern besteht. Vom ersten Blatt an begegnet uns immer wieder der Ausspruch: So spricht der Herr! So sprach Gott durch seine Propheten zu den Juden und hat dieses Volk zum Offenbarungsträger seiner Herrlichkeit und seines Willens werden lassen. Die Botschaft der Bibel ist das lebendige Wort, und wer sich damit beschäftigt, hat ein Gegenüber, mit dem er sich auseinandersetzen muss. „Die Bibel, kein Buch wie dieses“ weiterlesen

Auf den Kern kommt es an

Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. Psalm. 1,4

Der norwegische Dichter Ibsen beschreibt in einem Drama einen alten Mann, Peer Gynt, der bis zum Ende seines Lebens einsam im Wald in einer Hütte lebte. Der Tag seines Todes war gekommen und er musste sich mit dem Sterben auseinandersetzen. Voller Verzweiflung hielt er eine Zwiebel in seinen Händen und trennte eine Schale von der anderen. Dabei wurde sie immer kleiner und die Schalen wollten kein Ende nehmen. Da rief er aus: „Hat sie denn nur Schalen? Wo ist der Kern? – Dann gleicht sie meinem Leben“. „Auf den Kern kommt es an“ weiterlesen

Ein gravierender Unterschied

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23, 1

Es gab wohl keinen Menschen im Alten Testament, der so verleumdet und verfolgt wurde, wie David. Von seinem Schwiegervater zum Staatsfeind Nummer eins erklärt, obwohl er sich zum König stets loyal verhielt und politisch sogar viel erfolgreicher war, wurde er aus der Gesellschaft verstoßen. Ihm verblieben nur noch die Wüste und die zerklüfteten Berge des Landes. Hier hauste er mit wilden Tieren und campierte im Freien oder in kalten Höhlen, ständig in Gefahr, von Sauls Soldaten entdeckt und umgebracht zu werden. „Ein gravierender Unterschied“ weiterlesen

Gemeinsam sind wir stark

Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Haus des Herrn! Psalm 122,1

Es gibt Gründe, warum ich gerne einen Gottesdienst besuche. Ich schreibe das für die, die der Meinung sind, dass man auch zu Hause Gottes Wort lesen kann.

Die Termiten gehören zu den schwächsten Insekten. Eigentlich sind sie nur einige Millimeter groß und viel zu schwach, um auch nur etwas zu bewegen. Sie leben aber in großen Kolonien. Gemeinsam schaffen sie sich einen Bau von vielen Metern Höhe, hart wie Beton, so dass Elefanten ihn nicht zerstören können. Ebenso sind wir Menschen schwache Wesen; gemeinsam aber können wir unbezwingbar sein, das beweist die Geschichte immer wieder.

Der Besuch eines Gottesdienstes kann zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden. Weil man zu einer großen Familie gehört, treffen sich Menschen, die sich kennen und schätzen. Sie sprechen miteinander oder essen gemeinsam oder helfen sich gegenseitig. „Gemeinsam sind wir stark“ weiterlesen

Pfeil und Bogen

Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. Psalm 18, 35

Letzten Sonntag sprach ich über dieses Thema. Als Illustration fertigte ich einen Bogen an und präparierte einen Pfeil. Dabei ist mir aufgefallen, dass es nicht auf die Größe oder Stärke eines Stabes ankommt, sondern ob er ein Bogen sein will, damit die Sehne Spannkraft und der Pfeil Durchschlagskraft bekommt.

Dabei stellte ich mir die Frage, warum vielen Christen die Leidenschaft für Jesus fehlt. Wo bleibt die Durchschlagskraft ihrer Worte, wenn sie dann wirklich einmal ein Zeugnis für ihren Herrn geben und warum es so wenige Menschen gibt, die mit den Emmausjüngern sagen können, weil sie sich getroffen fühlten: Brannte nicht unser Herz, als er mit uns redete? Luk. 24, 32. „Pfeil und Bogen“ weiterlesen

Der Blick ins eigene Herz

Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, dann hol mich zurück auf den Weg, der zum ewigen Leben führt! Psalm 139, 23-24

Eines Tages schenkte man unserer Tochter einen Wellensittich, der in ihrem Zimmer seinen Platz bekam. Es war lustig, ihm zuzuschauen, wenn er sich im Spiegel entdeckt hatte. Offenbar sah er einen Eindringling und hackte mit seinem krummen Schnabel immer wieder auf ihn ein. Dann schaute er hinter den Spiegel, um ihn dort zu finden, – wiederum vergebens. So war er den ganzen Tag mit sich selbst beschäftigt und das nur, weil es ihm an Einsicht fehlte. „Der Blick ins eigene Herz“ weiterlesen

Optimal leben

Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein. Psalm 92, 15

Gott schuf die Menschen nicht, dass sie unglücklich dahinvegetieren und innerlich zerbrochen oder enttäuscht den Tag ihres Todes herbeisehnen. Er schuf sie, dass sie glücklich sein sollten und sich täglich freuen. Deshalb hat Freude einen hohen Stellenwert in den Psalmen und besonders im Evangelium.

Ich vergleiche das Leben mit einem Garten. Ein Garten muss gepflegt werden, wenn er ein blühender Garten bleiben soll. Optimales Leben hat etwas mit Gartenpflege gemeinsam. Pflege deine Beziehungen. Statistische Erhebungen sagen, dass die Menschen in unseren Städten zusehends vereinsamen. Der Mensch aber ist ein Gemeinwesen; er ist geradezu auf Gemeinschaft hin erschaffen worden wenn er leben und überleben will.  Wehe dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft , sagt Salomo. Pred. 4, 10. Leben vollzieht und entwickelt sich immer in Gemeinschaft. „Optimal leben“ weiterlesen

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